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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Dobrindts Verkehrsprognose Konturlos WOLFGANG MULKE

Bielefeld (ots) - Kein Minister ist bisher so selten in Erscheinung getreten wie Verkehrsminister Alexander Dobrindt. Auch mit konzeptionellen Ideen hat sich der CSU-Politiker noch nicht hervorgetan. Einzig die Pkw-Maut zeichnet sich als Neuerung ab und die hat ihm sein Parteichef Horst Seehofer ins Aufgabenbuch geschrieben. Viel genaueres hat Dobrindt auch hier noch nicht verraten. In der Schule würde dies weder mündlich noch schriftlich zu einer ausreichende Note reichen. Auch die jüngste Verkehrsprognose ließ er ungenutzt. Es wird auf den überlasteten Verkehrswegen noch voller, so die Botschaft, also braucht Deutschland mehr Geld für den Ausbau der Infrastruktur. Weiter so, lautet die Devise. Dabei wäre die Vorausschau ein guter Anlass, die eine oder andere Gewohnheit in Frage zu stellen. So fehlt noch immer eine angemessene Beteiligung des Verkehrs am Klimaschutz. Sicher werden Fahrzeuge effizienter. Mit intelligenten Mobilitätskonzepten ließe sich womöglich mehr erreichen. Es darf auch gefragt werden, ob das erwartete Wachstum beim Straßengüterverkehr mit dem Lkw überhaupt wünschenswert ist. Lässt sich dem zum Beispiel durch die Infrastrukturpolitik etwas entgegensetzen. Die Menschen in den von jetzt schon überlasteten Ballungsgebieten würden darauf gerne Antworten und neue Ideen hören. Doch Fehlanzeige.

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