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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen Wilde Interpretationen FLORIAN PFITZNER, DÜSSELDORF

Bielefeld (ots) - Entscheidend war also der Laschet-Faktor. So hat man es sich in der Parteizentrale ausgedacht, so hat man es am Tag nach den Kommunalwahlen erzählt. Laschet zwingt Kraft erstmals in die Knie, soll das heißen. Schon jetzt sieht Laschet mehr Stimmen für Schwarz-Gelb als für Rot-Grün. Wer bei all den wilden Interpretationen der Ereignisse mal kurz durchatmet, stellt dagegen fest: Nach den Kommunalwahlen in NRW bleibt ein politisches Erdbeben aus, es sind höchstens kleinere tektonische Verschiebungen zu bemerken. Auf lokaler Ebene hält die CDU die Genossen weiter auf Distanz, was sowohl mit der Heterogenität des bevölkerungsreichsten Bundeslandes als auch mit landespolitischen The-men zusammenhängt. Um jedoch ein Bündnis mit der FDP von Christian Lindner in Aussicht zu stellen, sollte zunächst ein Umstand erfüllt sein: dass es beide Parteien über die Fünf-Prozent-Hürde schaffen. Nimmt man die absoluten Zahlen, hat die CDU in NRW im Vergleich zu 2009 rund 170.000 Stimmen eingebüßt. Vor diesem Hintergrund lehnt sich Laschet etwas zu weit aus dem Fenster.

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