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Neue Westfälische (Bielefeld): Krim-Krise: CDU-Generalsekretär lobt Erfolge der deutschen Diplomatie

Bielefeld (ots) - Bielefeld. Der CDU-Generalsekretär Peter Tauber verteidigt in einem Gespräch mit der in Bielefeld erscheinenden Neuen Westfälischen (Donnerstagsausgabe) die hartnäckigen diplomatischen Bemühungen der Bundesregierung um einen Dialog mit Russland. "Wer weiß, was passiert wäre, wenn die Bundesregierung nicht immer wieder versucht hätte, den Gesprächsfaden zu knüpfen und unsere Haltung klar zu machen. Vielleicht stünden russische Soldaten dann schon in der Ostukraine", sagte der CDU-Politiker. Ihm sei es bewusst, dass "sich die Öffentlichkeit ein schnelles, klares Ergebnis wünscht. Aber die Lage ist kompliziert. Wenn es zu keiner weiteren Eskalation kommt, hat die Diplomatie einiges erreicht. Die Ukraine nimmt historisch gesehen eine Brückenfunktion zwischen Westeuropa und Russland wahr. Deshalb sollte man das Land nicht vor eine Entweder-Oder-Entscheidung stellen und keinesfalls sollte man über den Kopf der Ukraine hinweg entscheiden." Kurz vor der heutigen Regierungserklärung der Bundeskanzlerin zur Ukraine lobte Tauber Angela Merkel dafür "dass sie klare Worte gefunden hat. Man muss Putin klarmachen dass die Annexion der Krim nicht toleriert werden kann." Zur Diskussion um einen möglichen Verzicht auf die Fünfprozenthürde bei Bundestagswahlen sagte der CDU-Generalsekretär: "Wir sind mit der Fünfprozenthürde in Deutschland sehr gut gefahren und haben es geschafft, die Rechtsradikalen aus dem Bundestag herauszuhalten. Ich kann nicht erkennen, dass diese Hürde unserer Demokratie geschadet hätte." Gleichzeitig plädierte Tauber für eine Vereinheitlichung des Wahlrechts auf europäischer Ebene für die Europawahl: "Wichtig finde ich eine Vereinheitlichung auf europäischer Ebene. Eine ganze Reihe von EU-Ländern kennt keine Sperrminorität, die anderen Länder haben eine Hürde eingebaut. Das verzerrt das Wahlergebnis bei der Europawahl."

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