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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar SPD-Fraktionschef Steinmeier beliebtester Politiker Im tiefen Tal PETER JANSEN

Bielefeld (ots) - Den Sozialdemokraten ist es auf geradezu wundersame Weise gelungen, vergessen zu machen, dass sie am letzten Wahlsonntag noch schlimmere Verluste erlitten haben als die CDU. Die Führung der Bundes-SPD um Parteichef Sigmar Gabriel und Generalsekretärin Andrea Nahles muss sich Gedanken machen, warum selbst in einer für die SPD günstigen Situation immer weniger Menschen ihrer Partei das Vertrauen schenken. Weder die vorgeschobene Freude über das hervorragende Abschneiden des grünen Wunschpartners noch die vom Zaun gebrochene Diskussion über den Kanzlerkandidaten 2013 können von dieser Krise ablenken. Aus dem tiefen Tal, in das sie bei der Bundestagswahl vor anderthalb Jahren gefallen ist, hat die SPD nicht herausgefunden. Darüber können weder gelegentlich steigende Umfragewerte noch die hohe Beliebtheit des Oppositionschefs im Bundestag, Frank-Walter Steinmeier, hinwegtäuschen. Der schwarz-gelben Koalition in Berlin, die von einer Verlegenheit in die nächste Peinlichkeit stolpert, hat sie wenig überzeugende inhaltliche Alternativen entgegenzusetzen. Wenn die SPD so weiterwurstelt, werden viele Wähler in zweieinhalb Jahren bei der Bundestagswahl eher daran interessiert sein, wen die Grünen als Kanzlerkandidaten aufstellen.

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