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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Kampf dem Vierbettzimmer im Krankenhaus Popanz PETER STUCKHARD

Bielefeld (ots) - Kompliment: Was CDU-Gesundheitspolitiker Jens Spahn zeigt, ist die hohe Schule der politischen Kommunikation. Erster Schritt: Man baue einen furchterregenden Popanz auf: Schwerkranke Kassenpatienten liegen in deutschen Krankenhäusern meistens in Vierbettzimmern. Zweiter Schritt: Man stelle den Popanz auf die Bühne, wenn die Wahrscheinlichkeit gering ist, dass jemand aufschreit: "Hallo, das ist doch nur ein Popanz." Der Zeitpunkt ist gut gewählt, die Wachhunde der Deutschen Krankenhausgesellschaft oder der Krankenhausgesellschaft NRW sind im Weihnachtsurlaub. Der dritte Schritt: Die wohlfeile Forderung: "Weg mit den Vierbettzimmern." Natürlich verbunden mit einer schneidigen Sanktionsdrohung; die kommt beim geneigten Publikum immer gut an: "Keine Zweibettzimmer, weniger Geld!" Beifall, Bravo Herr Spahn, auch Ihre anderen Forderungen finden wir gut: Nur drei Wochen Wartezeit auf den Facharzttermin und die Veröffentlichungspflicht für verkeimte Krankenhäuser. Wüsste man nicht, dass Jens Spahn zu kompetent für diesen Quark ist, man könnte ihn glatt ernstnehmen.

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