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Neue Westfälische (Bielefeld): Arbeitsmarktforscher kritisert Zuwanderungsdebatte scharf: "Das lädt nicht ein"

Bielefeld (ots) - Bielefeld. Ulrich Walwei, Vizedirektor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit, kritisiert in einem Gespräch mit der in Bielefeld erscheinenden Neuen Westfälischen (Donnerstagsausgabe) die jetzige Zuwanderungsdebatte scharf: "Ich halte sie für abschreckend. Das lädt nicht ein". Deutschland, so der Arbeitsmarktforscher, gebe keine "dauerhafte Strategie zu erkennen, die klar unterstreicht: Wir wollen die klügsten Köpfe der Welt nach Deutschland holen." Es sei nicht erkennbar, so Walwei, warum sich etwa ein hochqualifizierter Ingenieur aus Indien oder China für Deutschland entscheiden sollte, wenn noch etliche andere Länder um ihn werben. Walwei plädiert in diesem Zusammenhang für ein Punktesystem nach kanadischem Vorbild. "Weil es die Frage, was bringen die Personen mit und welche Qualikfikationen erwarten wir, auch perspektivisch gut zusammenbringt." Auch empfiehlt der Arbeitsmarktforscher bei Hochqualifizierten aus dem Ausland auf eine Vorrangprüfung gänzlich zu verzichten.

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