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Neue Westfälische: Unions-Zoff um Wirtschaftspolitik Bayern zeigen Kante RALF MÜLLER, MÜNCHEN

    Bielefeld (ots) - Viele in der CSU möchte n die Kanzlerin zum Jagen tragen. Da kann CSU-Chef Horst Seehofer den Harmlosen spielen, wie er will: Dass der Wahlkampf von CDU-Kanzlerin Angela Merkel nach dem Geschmack der bayerischen Schwesterpartei um einiges zu brav und zu harmlos ist, pfeifen in München die Spatzen von den Dächern.   Mit dem sozialen Profil der Union, plauderte CSU-Chef Horst Seehofer ganz ungeniert aus dem Nähkästchen, sei er ganz zufrieden, aber bei den Themen Wirtschaft, Arbeitsplätze und Finanzen müsse die Union noch zulegen, "Kante zeigen" wie der CSU-Chef sagte.   Was also ist daraus zu folgern, wenn am Montag die von Seehofer angeführten Spitzenwahlkämpfer der CSU aufmarschieren werden, um noch ein verdichtetes CSU-Wirtschafts- und Arbeitsmarktprogramm für die Bundestagswahl nachzuschieben? Unter anderem, dass die CDU für diese Nachschärfung des wirtschaftspolitischen Profils nicht gewonnen werden konnte.   Tatsächlich haben beide Unionsparteien auf diesen eminent wichtigen Politikfeldern noch erheblichen Konkretisierungsbedarf. Mit den wolkigen Äußerungen der Kanzlerin jedenfalls lässt sich ein Bild davon, wie eine Koalition unter Führung der Union die Herkulesaufgaben auf diesem Sektor angehen will, nicht gewinnen. Immerhin ist es für die Wahlentscheidung ja nicht ganz uninteressant, wie die nächste Bundesregierung die Rekordverschuldung des Staates angehen will. Der unverbindliche Verweis auf künftiges Wachstum reicht ist allzu dürftig.   Möglicherweise haben auch Demoskopen dem CSU-Chef Nachbesserungsbedarf nahe gelegt. Morgen tritt Kanzlerin Merkel vor die Presse. Seehofer hat angedeutet, dass sie diese Möglichkeiten ebenfalls nutzen will, um Profil zu gewinnen. Zeit wär's.

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