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Ostsee-Zeitung: Kommentar zu Tschernobyl und Fukushima

Rostock (ots) - Dass der Mensch verdrängt, ist eine Form der psychischen Hygiene. Oft ist es die Zeit, die seelische Wunden heilt. Doch es ist gefährlich, wenn das Gedächtnis nur das Negative aussiebt. Vor allem dann, wenn es sich um Ereignisse handelt, die wir zwar mit Gedenktagen versehen, aber aus ihnen keine Lehren ziehen. Der Super-GAU von Tschernobyl ist so ein Fall. Lange glaubte man, dass das Höllenfeuer nur in der maroden UdSSR möglich sei. Bis es zur Reaktor-Katastrophe von Fukushima im Herzen des Hightech-Landes Japan kam. Doch auch diesmal wird Fukushima, aber nicht die Atomkraft unter einem Beton-Sarkophag beerdigt werden. Der Energiehunger wird die Angst verdrängen - so wie es schon nach dem Öldrama im Golf von Mexiko geschah. Die Zeit wird Gras über den japanischen GAU wachsen lassen - so wie über die Lehman-Pleite und das Versprechen der Politik, das Zocker-Kasino zu schließen.

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