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Ostsee-Zeitung: zu Ackermann

    Rostock (ots) - Glückliches Deutschland! Die schwerste Wirtschafts- und Finanzkrise der Nachkriegszeit grassiert und reißt Milliardenlöcher in die öffentlichen Haushalte. Auf dem Arbeitsmarkt sieht es finster aus. Und in Afghanistan riskieren deutsche Soldaten ihr Leben für etwas mehr Sicherheit am fernen Hindukusch. Doch nicht solche Probleme scheinen dieses Land umzutreiben, sondern ein Promi-Dinner im Kanzleramt.Glückliches Deutschland, wenn es keine anderen Probleme hat als die Rechnung für ein Abendessen einiger Wirtschaftsgrößen um Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann. Oder es sich um die Dienstwagennutzung der Gesundheitsministerin oder um bezahlte Formulierungshilfen für den Wirtschaftsminister fetzt. Um nicht falsch verstanden zu werden, all das muss im Einzelfall genau untersucht werden. Und wenn Verfehlungen oder auch nur Instinktlosigkeiten vorlagen, müssen Konsequenzen gezogen werden. Aber man sollte die Kirche im Dorf lassen. Auf Spatzen muss man nicht mit Kanonen schießen. Ein bislang ziemlich inhaltsarmer Wahlkampf hangelt sich von einer Nichtigkeit zur anderen. Der Versuch, der Kanzlerin mittels einer hochgepuschten "Ackermann-Affäre" am Zeuge zu flicken, läuft ins Leere.

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