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Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zu Schäuble/Doping

    Rostock (ots) - Systematisches Doping in der DDR. Ein Thema, das die Gemüter auch 20 Jahre nach der Wende noch immer bewegt. Jetzt will Wolfgang Schäuble einen Schlussstrich unter die scheinbar endlose Debatte ziehen. Der Bundesinnenminister fordert eine zweite Chance für Trainer mit Doping-Vergangenheit. Ein überfälliger Schritt. Und das nicht nur, weil die Verjährungsfristen für derartige Vergehen längst abgelaufen sind. Trainer und Sportler in der DDR waren Teile des Systems. Wer nicht mitzog, flog raus. Viele Betroffene aus der ehemaligen DDR - Trainer, Sportler und Fans - mussten nach der Wende den Eindruck gewinnen, einer Siegerjustiz ausgesetzt zu sein. Schäuble hat dies gestern erstmals eingeräumt. Eine wichtige Erkenntnis, aus der hoffentlich die richtigen Schlussfolgerungen gezogen werden. Wer 20 Jahre nach dem Mauerfall für eine Chancengleichheit für Trainer aus Ost und West plädiert, kommt an einer Generalamnestie nicht vorbei.

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