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Dauerlärm erhöht das kardiovaskuläre Risiko - Tag der inneren Balance 2015

Lärmquelle Nummer eins ist der Straßenverkehr. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/65115 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Biologische Heilmittel Heel GmbH/djd/Neurexan/panthermedia"

Baden-Baden (ots) - Lärmbelastungen haben als Stressoren unmittelbare Auswirkungen auf die Gesundheit: Wer etwa dauerhaft Verkehrslärm ausgesetzt ist, hat ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen. Das legen die Ergebnisse einer epidemiologischen Studie nahe, in der die Auswirkungen von Lärm auf die Herzratenvariabilität (HRV) untersucht wurden.

Bei 110 Teilnehmern der bevölkerungsbasierten KORA-Studie wurden im Abstand von vier bis sechs Wochen über mehrere Stunden wiederholt Lärm- und EKG-Messungen vorgenommen, berichtete die Leiterin der Untersuchung, Ute Kraus vom Helmholtz Zentrum München anlässlich des "Tags der inneren Balance 2015". Stieg die Lärmbelastung über 65 dB(A), zeigten die Messungen eine sofortige Zunahme der Herzfrequenz und eine Verschlechterung der HRV, berichtete Kraus. "Dies deutet auf eine Stressreaktion hin, die über die Aktivierung der sympathischen Fasern des autonomen Nervensystems (ANS) vermittelt wurde."

Risiko steigt mit Dauer der Lärmeinwirkung

Dass Fluglärm vermehrt zu Bluthochdruck, Herzinfarkten und Schlaganfällen führt, ist nach Angaben von Professor Thomas Münzel von der II. Medizinischen Klinik der Universität Mainz seit Langem bekannt. So zeigte bereits 2008 die HYENA-Studie, dass ein um 10 dB(A) höherer Fluglärmpegel das Risiko für Bluthochdruck um rund 14 Prozent steigert. In eigenen Untersuchungen führte die Simulation von 30 bzw. 60 Nachtflügen bei gesunden Probanden bereits bei einem mittleren Schallpegel von 43 und 46 dB(A) zu einer gestörten Gefäßfunktion, grenzwertigem Blutdruckanstieg und Schlafstörungen, so Münzel. Bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung waren die Effekte noch deutlicher.

Gegen Lärmstress gibt es kein Patentrezept

Für den Umgang mit Lärm gibt es der Freiburger Diplom-Psychologin Bettina C. Engemann zufolge kein Patentrezept. Die Betroffenen könnten aber lernen, besser mit Lärm umzugehen. So könne man sich beispielsweise nach akustischen Belastungsphasen mindestens doppelt so lange Ruhepausen gönnen. Langfristig sollten Lärmgestresste versuchen, ihr Wohn- und Berufsumfeld zu verbessern. Weil sich gegen störende Alltagsgeräusche oft nur wenig ausrichten lässt, sollte man das eigene Nervenkostüm gegen Stressbelastungen stärken. Tipps hierzu gibt es auf der Internetseite www.tag-der-inneren-balance.de.

Quelle: 
Pressekonferenz zum Tag der inneren Balance 2015, 
München, 02. September 2015 

Der Tag der inneren Balance wurde 2012 ins Leben gerufen und findet seither jedes Jahr am 10. Oktober statt. Motto in diesem Jahr: "Stressfaktor Lärm - wenn Stille Luxus ist". Ziel des Thementages ist es, das öffentliche Bewusstsein für die gesundheitlichen Auswirkungen von Anspannung und dauerhaftem Stress zu schärfen. Experten aus Wissenschaft und Praxis beschäftigen sich dazu eingehend mit den Themenfeldern Stress und stressbedingte Erkrankungen.

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