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Recht auf Reparatur sicher umsetzen: TÜV-Verband fordert unabhängige Prüfungen und klare Verbraucherinfos

Berlin (ots)

Nationale Umsetzung vom Recht auf Reparatur: Reparaturförderung darf nicht zulasten der Produkt- und Cybersicherheit gehen. Verbraucher brauchen Informationen, wie und von wem Produkte kompetent instandgesetzt werden. Ein Prüfzeichen "Ready to Repair" könnte Orientierung geben.

Der TÜV-Verband begrüßt die Zielsetzung der Bundesregierung, das "Recht auf Reparatur" zügig und richtlinienkonform in nationales Recht zu überführen. Anlässlich der Länder- und Verbändeanhörung des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) zur nationalen Umsetzung der EU-Richtlinie 2024/1799 zur Förderung der Reparatur von Waren hat der TÜV-Verband eine Stellungnahme vorgelegt.

Ressourcen schonen, Kreislaufwirtschaft stärken

"Das Recht auf Reparatur ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Ressourcenschonung und einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft", sagt Juliane Petrich, Referentin Politik und Nachhaltigkeit beim TÜV-Verband. "Eine längere Produktlebensdauer reduziert Abfälle und stärkt die Unabhängigkeit von importierten Rohstoffen. Entscheidend ist jetzt, dass die neuen Regelungen in der Praxis sicher und verlässlich umgesetzt werden."

Nach Auffassung des TÜV-Verbands darf Reparaturförderung allerdings nicht zulasten der Produkt- oder IT-Sicherheit gehen. Gerade bei digital vernetzten Produkten können Eingriffe in Hard- und Software erhebliche Risiken bergen. Deshalb müssen Ersatzteile, Software-Updates und Reparaturprozesse sicherheitskompatibel ausgestaltet sein. Unabhängige Prüfungen und Zertifizierungen sind zentral, um Konformität sicherzustellen und Verbrauchervertrauen zu stärken.

"Ready for Repair": Orientierung für Verbraucher

Zugleich brauchen Verbraucher:innen transparente und vergleichbare Informationen zur Reparierbarkeit von Produkten. "Ein unabhängiges Prüfzeichen wie 'Ready for Repair' kann hier Orientierung bieten und Greenwashing entgegenwirken", sagt Petrich. "Auch im freien Reparaturmarkt sind Kompetenznachweise durch unabhängige Stellen zentral, um Qualität sichtbar zu machen und Vertrauen zu stärken."

Nicht zuletzt kommt es auf eine funktionierende Plattformlösung an. Petrich: "Reparaturangebote müssen strukturiert, zugänglich und verlässlich auffindbar sein. Zuständigkeiten, Qualitätsanforderungen und Governance-Strukturen sollten frühzeitig geklärt werden, damit das Recht auf Reparatur seine volle Wirkung entfalten kann."

Eine ausführliche Stellungnahme des TÜV-Verbands ist online abrufbar: https://ots.de/qGlc0m

Über den TÜV-Verband: Als TÜV-Verband e.V. vertreten wir die politischen Interessen der TÜV-Prüforganisationen und fördern den fachlichen Austausch unserer Mitglieder. Wir setzen uns für die technische und digitale Sicherheit sowie die Nachhaltigkeit von Fahrzeugen, Produkten, Anlagen und Dienstleistungen ein. Grundlage dafür sind allgemeingültige Standards, unabhängige Prüfungen und qualifizierte Weiterbildung. Unser Ziel ist es, das hohe Niveau der technischen Sicherheit zu wahren, Vertrauen in die digitale Welt zu schaffen und unsere Lebensgrundlagen zu erhalten. Dafür sind wir im regelmäßigen Austausch mit Politik, Behörden, Medien, Unternehmen und Verbraucher:innen.

Pressekontakt:

Linda Roy
Pressesprecherin
TÜV-Verband e. V.
Friedrichstraße 136 | 10117 Berlin
030 760095-580, presse@tuev-verband.de
www.tuev-verband.de | www.linkedin.com/company/tuevverband

Original-Content von: TÜV-Verband e. V., übermittelt durch news aktuell

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