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3sat: "nano" und "hitec." berichten über Hannover-Messe / Sonderprogramme ab Sonntag, 14. April 2002

    Mainz (ots) - Vom 15. bis zum 20. April 2002 zeigt die
Hannover-Messe als internationale Drehscheibe für Hightech und
innovative Industrie-Technologien mit rund 7.200 Ausstellern aus 60
Ländern, welche Entwicklungen die internationalen Märkte von morgen
bestimmen. Die Wissenschafts- und Technikdokumentationsreihe "hitec."
(Sonntag, 14. April, 16.00 Uhr) konnte sich bereits vor der
Messe-Eröffnung umsehen und zeigt bereits am Sonntag in einer
moderierten Sondersendung, was Forschungsinstitute und
Industrieunternehmen an den Folgetagen präsentieren werden. Das
werktägliche 3sat-Wissenschaftsmagazin "nano" (18.30 Uhr) berichtet
vom 15. bis zum 19. April in jeder Ausgabe über die Hannover-Messe.
Am Freitag, 19. April, kommt "nano" aus Hannover und befasst sich in
einer Sondersendung ausschließlich mit Messethemen.
    
    Schwerpunktthemen der von Stefan Schulze-Hausmann präsentierten
"hitec"-Sondersendung am 14. April sind neue Materialien und
Oberflächentechnik: An der TU Darmstadt erforschen Wissenschaftler
den Einsatz so genannter Keramikfilter, die vielleicht eines Tages
CO2 aus Abgasen isolieren können. Am Forschungszentrum Karlsruhe
beschäftigt man sich hingegen mit organischen Stoffen, die aus dem
Abgas wieder energiereiche Verbindungen herstellen und dafür das
Sonnenlicht nutzen. Neue Materialien und die künstliche Photosynthese
könnten so einige Probleme der Zukunft lösen. Am Institut für Neue
Materialien (INM) beschäftigt man sich unter anderem mit der
Neugestaltung von Oberflächen. So genannte elektrochrome Scheiben,
die auf Knopfdruck ihre Farben verändern, sind für den Automobilbau
und für die moderne Architektur von großer Bedeutung. Bei Siemens
erforscht man "organische Leiter". Auf dünnen Plastikfolien werden
mit Hilfe weiterer elektrisch leitfähiger Kunststoffe elektronische
Schaltkreise hergestellt. Eine Vision ihrer Anwendung: Mikrochips aus
dem Drucker.
    
    "nano" berichtet am Montag, 15. April, über moderne Montagelinien:
Nach dem Motto "gemeinsam sind wir stark" haben sich 17 kleine und
mittelständische Unternehmen zusammen getan, um Montagelinien zu
bauen. Die einzelnen Module sind so aufeinander abgestimmt, dass sie
sich nach den Wünschen des Kunden beliebig zusammen stellen lassen.
Dafür mussten die einzelnen Spezialisten die Schnittstellen ihrer
Module vereinheitlichen, damit aus jeder Kombination eine
funktionsfähige Montagelinie entstehen kann. "nano" besucht die
innovativen Unternehmer.
    
    Um intelligente Gele geht es am Dienstag, 16. April: Die
Arbeitsgruppe von PD Dr. Arno Münster am Würzburger Institut für
Physikalische Chemie erforscht "intelligente Gele", deren
physikalischen Eigenschaften sich über äußere Reize steuern lassen.
Die Beeinflussung von Aussehen, Volumen und Struktur der Gele
eröffnet viele Einsatzmöglichkeiten, vor allem in der Medizin. Ein
Gel, das auf die Glucosekonzentration reagiert, könnte zum Beispiel
zur kontrollierten Freisetzung von Insulin im Körper des Menschen
benutzt werden.
    
    Energie aus Luft ist Thema am Mittwoch, 17. April: Die Firma Zoxy
AG fertigt in Freiberg/Sachsen Zink-Luft-Brennstoffzellen, eine
umweltschonende Alternative zu herkömmlichen Batterien und Akkus. Die
Technik, die Ende der 90er Jahre entwickelt wurde und seit zwei
Jahren in Serie produziert wird, versorgt mittlerweile eine Reihe an
Fahrzeugen und Geräten mit Energie. Dieser Erfolg rührt unter anderem
daher, dass sich die Zoxy-Zellen, die im Vergleich kleiner und
leichter als Batterien sind, sowohl als Brennstoffzellen als auch im
wiederaufladbaren Akku-Modus betreiben lassen. Verbraucht wird bei
der Zink-Luft-Technologie lediglich Sauerstoff - der Rückstand ist im
wesentlichen Wasser.
    
    Am Donnerstag, 18. April, widmet sich "nano" der
Oberflächentechnik. Dazu zählen beispielsweise Materialien, die beim
Anlegen einer elektrischen Spannung ihre Farbe beziehungsweise ihre
Lichtdurchlässigkeit verändern - eingesetzt wird diese Technik
bereits in Projektstudien der Autoindustrie: beispielsweise bei
großen Glasflächen im Fahrzeugdach, die sich so per Knopfdruck
abdunkeln lassen.
    
    Am Freitag, 19. April, sendet "nano" eine komplette
Ein-Themen-Sondersendung von der Hannover-Messe, die unter anderem
einen Messerundgang bereithält. Ein Beitrag handelt von automatisch
parkendenden Auto. Die Entwickler am Institut für Mechatronische
Systeme in Winterthur machen es möglich: Der erste sich selbst
einparkende Smart wurde im Januar mit dem Innovationspreis
"Technologiestandort Schweiz 2002" ausgezeichnet. "Mit Luft und
Liebe" stellt Diplomarbeiten von jungen Technikern aus der Pneumatik
vor: einen Air-Schuh, mit dem man große Sprünge machen kann, eine
Roboter-Spinne, "Airbug", deren "Beine" mit Pressluft bewegt werden.
"Die sibirische Schlange" nennt Professor Krugljakow,
stellvertretender Direktor des Instituts für Kernphysik, seine Anlage
zur Bestrahlung von Halbleitern. Sie schafft ein sich periodisch
veränderndes Magnetfeld von mehr als 100 Kilogaus - das ist weltweit
einmalig.
    
    Die "nano"-Sendungen vom 14. bis zum 18. April moderiert Ingolf
Baur. Die "nano"-Sondersendung am 19. April aus Hannover moderiert
Stefan Schulze-Hausmann.
    
    
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