3sat

3sat: Bitte Titelergänzung und Programmänderung beachten!
Dienstag, 2. April 2002
Woche 14/02 (Nr. 100)

    Mainz (ots) -
    
    Titelergänzung beachten:
    
    16.30 reiselust - spezial: Im Schatten der Dome        ZDF
              Eine Reise zu den Kaiserdomen nach Mainz, Worms und Speyer
              Film von Utz Kastenholz
              (Wiederholung vom Vortag)
    
    Programm in der Zwischenzeit wie ausgedruckt.
    
    
    Programmänderung beachten:
    
    3.25 Otzenrather Sprung  (VPS 23.24)      3sat
            (Waste Land)
            Ein Landstrich verschwindet in der Kohlegrube
            Dokumentarfilm von Jens Schanze, Deutschland 2001
            Kamera: Börres Weiffenbach
            (Erstsendung: 18.11.2001)
            (63 Minuten)
    
    "Otzenrather Sprung" beschreibt in ausgesuchten
Schwarzweiß-bildern die Landschaft und die Menschen, die dem
Braunkohle-projekt Garzweiler II weichen müssen. Jens Schanze
begleitet die Einwohner dreier Dörfer während ihres letzten Jahres in
der alten Heimat und dokumentiert, wie eine ganze Region auf die
kollek-tive Umsiedlung vorbereitet wird. Das von der
nordrhein-westfälischen Landesregierung 1998 beschlossene Großprojekt
sieht vor, auf einem Areal von rund 50 Quadratkilometern die
Erdober-fläche bis zu 210 Metern Tiefe abzutragen. 13 Ortschaften mit
rund 8.000 Einwohnern müssen weichen, ebenso ein Natur-schutzgebiet.
Der Abbau der Kohle wird erst im Jahr 2050 abgeschlossen sein.
Weitere 50 Jahre werden für die vollständige Rekultivierung der
Fläche benötigt. Zum Schluss - etwa im Jahr 2100 - wird ein so
genannter Restsee von der Größe des Chiem-sees übrig bleiben.
    
    Die im Mai 1999 begonnene Langzeitbeobachtung entstand als
3sat-Koproduktion mit der Hochschule für Fernsehen und Film München
und ist Jens Schanzes erster langer Dokumentarfilm: "Man müsste etwa
alle fünf Jahre einen Film drehen. Den Erfahrungen früherer Umsiedler
zufolge ist ein solcher Eingriff in Familien nur über die Dauer von
ein oder zwei Generationen zu verarbeiten", erläutert Jens Schanze
sein Langzeitprojekt.
    
    Jens Schanze, geboren 1971 in Bonn, studiert seit 1995 an der
Hochschule für Fernsehen und Film München, Fachrichtung
Dokumentarfilm. Neben einigen Kurzfilmen entstand dort der Film "Das
kleine Kaufhaus" (1999), eine Beobachtung in einem
Damenoberbekleidungsgeschäft in München.
    
    Der Dokumentarfilm "Otzenrather Sprung" (Erstausstrahlung in 3sat:
18. November 2001, Redaktion: Margrit Schreiber) wird in diesem Jahr
mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Der Preis wird am 22. März
2002 in Marl an Jens Schanze für Buch und Regie und an Börres
Weiffenbach für die Kameraarbeit verliehen.
    
    Pressestimmen:
    
    "Die ganz normale Provinz, im deutschen Fernsehen fast exotischer
als afghanische Höhlen, wird hier mit einer verblüffenden Mischung
aus Respekt und Direktheit gezeigt." (epd medien, 28. November 2001)
    
    "Schwarzbraun wie die Kohle ist die Grundfarbe des Films, Ohnmacht
und Wehmut sind seine Grundtöne." (Rheinische Post, 17. November
2001)
    
    "Aber der Film zeigt mehr als den Umzug ins Neue, Moderne,
Saubere. Mit fast lyrischer Melancholie macht er die schwerblütige
Bodenhaftung von Menschen greifbar, die sich 'Heimat' erarbeitet
haben." (Abendzeitung, München, 24. November 2001)
    
    "Das Schöne an Jens Schanzes Doku "Otzenrather Sprung" ist die
Freiheit, die er dem Zuschauer lässt ... Einen Kommentar braucht es
nicht. Die Bilder sprechen für sich." (Süddeutsche Zeitung, 17.
November 2001)
    
    0.25 Seitenblicke                        ORF
            Kultur und Kult des Beisammenseins
    
    0.35 Nachrichtenmagazin des Schweizer Fernsehens:SF DRS
            10 vor 10  (VPS 21.50)
    
    1.00 nano                            3sat
            (Wiederholung von 18.30 Uhr)
    
    Die Sendungen "Der Schatten des Propheten" und "Der Atem des
    Buddha" entfallen.
    
    Wenn nicht anders angegeben, entsprechen die Beginnzeiten den
    VPS-Zeiten.
    
ots Originaltext: 3sat
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