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NABU gratuliert DSD zum 15. Geburtstag

    Berlin (ots) - Der Naturschutzbund NABU hat dem Dualen System Deutschland (DSD) zum 15. Geburtstag gratuliert und den maßgeblichen Einfluss der Getrennterfassung von Abfällen auf den Naturschutz sowie auf das Umweltbewusstsein in Deutschland betont. „15 Jahre nach dem Start kann eine positive Bilanz gezogen werden. Die getrennte Erfassung und Verwertung unterschiedlicher Hausmüllbestandteile leistet nicht nur einen herausragenden Beitrag zur Ressourcenschonung und zum Klimaschutz, sondern hat darüber hinaus das Umweltbewusstsein vieler Menschen nachhaltig sensibilisiert“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Grüner Punkt“ und „gelbe Tonne“ seien zudem als Marken des DSD außerordentlich erfolgreich und ein herausragendes Beispiel für wirksames Marketing.

    Die flächendeckende und effiziente Erfassung und Verwertung von Hausmüll sei für den NABU ohne Alternative und müsse weiter ausgebaut werden. Durch eine weitere Optimierung der Müllsammelsysteme könne die Ausbeute der für Recycling geeigneten Materialien noch deutlich erhöht werden. Miller kritisierte in diesem Zusammenhang die Versuche einiger Handelsketten, die Ziele der Verpackungsverordnung zu unterlaufen. “Die so genannten Selbstentsorger geben vor, Verpackungen an der Verkaufsstelle zurücknehmen zu wollen. Verbraucher, die das Recycling der Verpackungen beim Kauf bereits mit bezahlt haben, fühlen sich jedoch getäuscht, weil Selbstentsorger den Grünen Punkt benutzen, sich aber nicht an den Kosten der haushaltsnahen Wertstoffsammlung beteiligen, in die ihre Verpackungen gelangen. Der eine nimmt das Geld ein, der andere soll den Job machen. Man muss sich fragen, wie Selbstentsorger auf diese Weise ihre Verwertungquoten überhaupt erfüllen können“, so Miller. Hier müssten auch die zuständigen Behörden genauer als bisher hinsehen, damit ein erfolgreiches duales System nicht ausgeblutet werde.

    Ein Blick auf die DSD-Umweltbilanz 2004 belege nach Ansicht des NABU-Bundesgeschäftsführers die ökologische Effizienz der Erfassung und Verwertung von Verpackungsmüll. So seien durch das Recycling der gesammelten Wertstoffe rund 73,2 Milliarden Megajoule Primärenergie eingespart worden. „Damit könnte jeder Haushalt in Deutschland rund 200 Mal im Jahr seine Wäsche in der Maschine waschen oder 54 Mal den Trockner benutzen“, so Miller. Ähnlich eindrucksvoll sei die Einsparung von rund 1,06 Millionen Tonnen klimaschädlicher Treibhausgase.

Originaltext vom NABU

Rückfragen: Kathrin Klinkusch, NABU-Pressesprecherin, Tel. 030-284984-23 Im Internet zu finden unter www.NABU.de

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