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NABU

NABU fordert rasche Modernisierung des Jagdrechts

Berlin (ots)

Der Naturschutzbund NABU hat anlässlich des
Bundesjägertages in Neubrandenburg und der geplanten
Bundestagsneuwahl seine Forderung nach einer raschen Modernisierung
des Jagdrechtes erneuert. „Das Jagdgesetz wird neuen ökologischen
Erkenntnissen, den Anforderungen des naturnahen Waldbaus, dem
Tierschutz sowie internationalem und EU-Recht nicht gerecht“, sagte
NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Im Gegensatz zum
Bundesnaturschutzgesetz, das in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach
überarbeitet, modernen ökologischen Anforderungen und internationalen
Verpflichtungen Deutschlands angepasst worden sei, gehe das
Bundesjagdgesetz bis heute in seinen wesentlichen Bestandteilen auf
das bereits 1935 verabschiedete Reichsjagdgesetz zurück.
Die Bundesregierung hatte sich 2002 in ihrer Koalitionsvereinbarung
verpflichtet, das Bundesjagd- und das Bundeswaldgesetz in dieser
Legislaturperiode zu novellieren. Beide Gesetzesvorhaben konnten
durch die Föderalismusdebatte bis heute nicht umgesetzt werden. Erst
vor wenigen Wochen wurde der Entwurf zur Änderung des
Bundeswaldgesetzes auf den Weg gebracht, beim Jagdrecht ist bislang
nichts geschehen. Waldwirtschaft ist nach Ansicht des NABU erst
wieder wirtschaftlich, wenn das Schalenwild effektiver bejagt wird,
keine teuren Zäune mehr notwendig sind und statt Fütterung und
Medikamenten wieder die Natur „reguliert“. „Fünf Millionen
Naturschützer und zahlreiche Tierfreunde erwarten von der Politik,
dass nun die Änderung des Jagdgesetzes folgt oder nach den Neuwahlen
im Herbst zügig angepackt wird“, so Tschimpke.
Vor diesem Hintergrund appellierte der NABU-Präsident an den
Deutschen Jagdschutz-Verband (DJV), sich nicht in „ideologischen
Schützengräben zu verschanzen“, sondern sich den
gesellschaftspolitischen Anforderungen des 21. Jahrhunderts zu
stellen. Die Diskussionen über das vom NABU geforderte Verbot
bleihaltiger Munition zeigten, dass eine Novelle des Jagdgesetzes
überfällig und umsetzbar sei, wie das zunehmende Angebot bleifreier
Munition deutlich belege. „Wir begrüßen die Sensibilisierung in
Teilen der Jägerschaft für diese Themen, erwarten aber gleichzeitig
eine sachorientierte, ideologiefreie Mitarbeit bei der Modernisierung
des Jagdrechtes“, so Tschimpke.
Originaltext vom NABU
Rückfragen:
Gregor Beyer, NABU-Jagdexperte, Tel. 0174-1826504
Claus Mayr, NABU-Europaexperte, Tel. 0172-5966098
Im Internet zu finden unter www.NABU.de

Original-Content von: NABU, übermittelt durch news aktuell

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