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BLOGPOST: Die Lebenswelt der Menschen zeigen: Bild-PR bei der Deutschen Bank

Abstrakte Finanzprodukte sind schwer zu visualisieren. Daher setzt die Deutsche Bank bei ihrer Bild-PR auf das "echte" Leben ihrer Kunden. Die Bildmotive erzählen von verschiedensten Lebenswelten - im Mittelpunkt steht immer der Mensch. Das sagt Monika Schaller, die Stellvertretende Leiterin Kommunikation und Leiterin externe Kommunikation weltweit bei der Deutschen Bank. In diesem Jahr ist die gebürtige Österreicherin in der Jury unseres PR-Bild Award. In TREIBSTOFF erzählt sie, wie der Finanzkonzern seine Produkte und Services visuell in Szene setzt und was es mit Intense+ auf sich hat.

TREIBSTOFF: Sie sind schon sehr lange im Finanz- und Bankenwesen. Eine auf den ersten Blick eher nüchterne, zahlenorientierte Branche. Wie kann Storytelling trotzdem funktionieren?

SCHALLER: Es ist richtig: Unsere Produkte und Dienstleistungen emotionalisieren zunächst einmal weniger als Autos oder Lifestyle-Artikel. Dennoch eröffnet sich uns ein großes Themenspektrum, denn Finanz- und Bankdienstleistungen stecken letztlich überall drin. Unser Storytelling basiert auf dem positiven Beitrag, den wir für unsere Kunden und die Wirtschaft insgesamt haben. Wir helfen unseren Kunden, ihre Pläne zu verwirklichen - sei es mit herkömmlichen Finanzprodukten wie Krediten, mit unserer Kapitalmarktexpertise oder mit innovativen Lösungen. Um Ihnen ein konkretes Beispiel zu geben: Wir entwickeln gerade mit dem Luftfahrtverband IATA eine neue Zahlungsmethode, die den Bezahlvorgang für Fluggesellschaften und Kunden schneller, einfacher und günstiger macht. Das ist doch eine sehr positive Geschichte, die auch auf ein breites Echo stößt.

Und natürlich bietet das Thema Digitalisierung viele spannende Ansätze fürs Storytelling. Die Finanzbranche ist in einem grundlegenden Wandel und erfindet sich in einigen Bereichen komplett neu. Wir sind hier sehr aktiv in der Forschung und Entwicklung und wollen über diese Kompetenz auch sprechen.

TREIBSTOFF: Welche Rolle spielt Bild-PR bei der Deutschen Bank? Wie setzen Sie den Konzern und seine Produkte und Services "in Szene"?

SCHALLER: Wir wollen unseren Kunden und Geschäftspartnern zeigen, dass wir alle in derselben Welt leben und arbeiten - in der echten, realen Welt. Mit Fotos wollen wir unsere Markenpersönlichkeit emotional aufladen und Intelligenz, Wärme und Authentizität vermitteln. Wir nennen unseren fotografischen Stil Intense+. Es ist eine visuelle Bearbeitungsform, die entwickelt wurde, um ein Gefühl des echten Lebens in Verbindung mit Wärme und Lebendigkeit festzuhalten. Auf die gleiche Weise setzen wir das Thema "Produkte und Services" in Szene. Wir zeigen die Lebenswelt unserer Kunden, in der unsere Services und Produkte zur Anwendung kommen. Unser (positiver) Beitrag ist ja oftmals nicht direkt zu sehen, sondern findet sozusagen hinter den Kulissen statt. Aus diesem Grund setzen wir übrigens sehr stark auf Bewegtbild, um Geschichten über unsere Kunden zu erzählen und darüber, was wir für sie tun.

TREIBSTOFF: Die Deutsche Bank ist auch in den sozialen Medien - etwa Facebook und Instagram - aktiv. Welche Zielgruppen wollen Sie hier erreichen? Mit welcher Bild-Strategie?

SCHALLER: Facebook ist für uns ganz klar ein B2C-Kanal, wir sprechen hier Privatkunden beziehungsweise potenzielle Kunden an, die an den Themen Bank, Wirtschaft, Gesellschaft und Technik sowie Digitalisierung interessiert sind. Der Schwerpunkt liegt auf aktuellen Themen und eigenen Serien, etwa unsere Economy Views oder Economy Stories, die wir auf Basis unserer Contentstrategie entwickeln. Die Bildsprache steht auf Facebook nicht ganz so stark im Fokus, hier geht es eher um das Zusammenspiel von Text und Bild. Bilder sind hier authentisch, wenig nachbearbeitet, entstehen aus der Situation heraus, sind im besten Fall lebendig und emotional. Auf Instagram sind wir erst seit kurzem aktiv, hier ist die Zielgruppe im Vergleich zu Facebook deutlich jünger. Unser Ziel ist es, jüngeren Menschen oder Jobsuchenden interessante visuelle Einblicke der Bank - etwa der Architektur und Arbeitswelten- , der Menschen - etwa der Mitarbeiter und Partner - und ihrer Projekte zu geben. Wichtig ist auf Instagram eine hohe visuelle Qualität, deshalb verwenden wir professionelle, von Fotografen kuratierte Bilder zu unseren Postings. Die Bilder sollen Geschichten erzählen, eine etwas größere "Nähe" ermöglichen. Dafür zeigen wir Menschen im Kontext, ohne Filter und begleiten sie über einen längeren Zeitraum.

TREIBSTOFF: In Zeiten von permanenter Bildüberflutung im Netz: Was ist für Sie ein herausragendes PR-Bild?

SCHALLER: Das ideale PR-Bild macht neugierig, weckt Emotionen, kann auf den ersten Blick dem Unternehmen zugeordnet werden und hinterlässt einen begeisterten Betrachter.

TREIBSTOFF: Welche Fehler sollte man bei PR-Bildern unbedingt vermeiden?

SCHALLER: Ein schlechtes PR-Bild offenbart sofort seinen werblichen Charakter, zeigt anstatt interessanter Menschen langweilige gebrandete Produkte und gerät bestenfalls sofort wieder in Vergessenheit.

TREIBSTOFF: Was sind Ihrer Meinung nach die auffälligsten Trends in der aktuellen Fotografie?

SCHALLER: Um sich von der Flut alltäglich gewordener Handyfotos abzuheben zeigt sich ein Trend zum aufwändig gestalteten Kunstfoto. Generell geht es aber immer darum, auffallend "anders" zu sein. Das ist gar nicht so einfach, da mit der Verbreitung der Smartphone-Fotografie heute so viel mehr Bilder im Umlauf sind. Amateure und ambitionierte Hobbyfotografen sind so enthusiastisch wie nie. Generell kann man daher sagen, dass es eine große Vielzahl von Trends gibt, die noch dazu schnell wechseln. Alle Genres entwickeln sich in einer unfassbaren Geschwindigkeit.

TREIBSTOFF: Was wünschen Sie sich als neues Jury-Mitglied für den diesjährigen PR-Bild Award?

SCHALLER: Möglichst große Vielfalt und jede Menge Inspiration.

Machen Sie mit! Noch bis zum 15. Juni können Sie Ihre besten PR-Bilder des letzten Jahres einreichen. Wir sind gespannt auf Ihre Bilder! https://www.pr-bild-award.de/

Dieser Beitrag ist ein Original-Blogpost aus TREIBSTOFF:

https://www.newsaktuell.de/academy/bild-pr-deutsche-bank/

Was ist TREIBSTOFF?

TREIBSTOFF ist das Blog der dpa-Tochter news aktuell. Es geht dort um die Themen Kommunikation, Pressearbeit und Social Media. Und manchmal auch um news aktuell selbst. Welche Trends, welche Apps, welche Themen bewegen Kommunikationsfachleute heute? Wie sieht unser Arbeitstag aus? Was ist wichtig für die Karriere? Best Practice, Interviews und Gastbeiträge warten auf PR-Profis und Pressesprecher. Ein Mal pro Quartal gibt es TREIBSTOFF auch als gedrucktes Magazin.


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