Alle Storys
Folgen
Keine Story von Greenpeace e.V. mehr verpassen.

Greenpeace e.V.

Leuchtende Warnung am Rumpf des Soja-Frachters
Greenpeace-Protest auf der Elbe gegen Soja-Importe für Konzerne wie Metro-Group

Hamburg (ots)

Hamburg, 17.12.2003 – Mit vier Schlauchbooten
protestieren heute früh 13 Greenpeace-Aktivisten auf der Elbe gegen
den Import von gentechnisch manipulierter Soja. Die Umweltschützer
begleiten den Frachter „Spar Topaz“, der amerikanische Gen-Soja
geladen hat. Sie projizieren mit Hilfe eines Groß-Diaprojektors den
Spruch „Gen-Soja: Metro macht uns zu Versuchskaninchen“ auf die
Bordwand des Schiffes. Der Frachter bringt seine Ladung zur Hamburger
Ölmühle. Dort wird die manipulierte Soja weiter verarbeitet und
gelangt entweder direkt etwa als Lecithin auf den Teller der
Verbraucher oder über den Umweg des Tierfutters in Fleisch und
Milchprodukte. Greenpeace wirft dem Handelskonzern Metro vor, sich
massiv für die Verbreitung solcher gentechnisch veränderten
Lebensmittel einzusetzen.
„Gentechnik ist eine Risikotechnologie“, sagt Alexander Hissting,
Gentechnik-Experte bei Greenpeace. Ein Konzern wie die Metro-Group
verkauft Produkte aus Gentechnik und ist deswegen mitverantwortlich
für die Folgen des globalen Gen-Experiments auf den Soja-Feldern.“
Gentechnik im Essen wird in Deutschland von über 70 Prozent der
Menschen abgelehnt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Handelsketten
will die Metro-Group ihren Kunden gegenüber Produkte mit Zutaten aus
gentechnisch veränderten Pflanzen nicht ausschließen. „Metro
ignoriert die Interessen der Verbraucher und macht uns damit alle zu
Versuchskaninchen“, so Hissting. Zur Verwendung von gentechnisch
verändertem Tierfutter führt Greenpeace gerade eine Umfrage unter
Lebensmittelproduzenten und im Handel durch, deren Ergebnisse Mitte
Januar 2004 präsentiert werden.
Jedes Jahr exportieren die USA mehr als sieben Millionen Tonnen
Soja nach Europa. Davon sind rund 80 Prozent gentechnisch
manipuliert. Der Großteil der US-Soja gelangt in den Wintermonaten
auf den europäischen Markt. Die neue Kennzeichnungsregelung der
Europäischen Union für Gentechnik, die im April 2004 greifen wird,
hat Lücken. So werden weiterhin Produkte wie Milch, Käse, Wurst und
Eier von Tieren, die mit Gentechnik gefüttert wurden, nicht erkennbar
sein. Konzerne wie Metro nutzen diesen Umstand, um Gen-Food
verkaufsfähig zu machen.
Über Aktionen wie der heutigen Projektion hinaus organisiert
Greenpeace den Widerstand der Verbraucher im EinkaufsNetz. Es
ermöglicht Konsumentenmacht wirksam gegen Missstände einzusetzen und
Druck auf Unternehmen und Politik auszuüben. Bislang beteiligen sich
rund 30.000 Mitmacher an Aktionen gegen Gift und Gentechnik im Essen.
Das EinkaufsNetz fordert Lebensmittel, die gut für Verbraucher,
Landwirte und die Natur sind.
Achtung Redaktionen: Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an
Alexander Hissting, Gentechnik-Experte, mobil unter Tel.: 0171-878
1185 oder an Pressesprecher Björn Jettka, Tel.: 0171-878 0778. Fotos
der Aktion erhalten Sie ab 10 Uhr unter 040-30618-377 Beta
SP-Material unter 040-30618 375, ebenfalls ab 10 Uhr. Internet:
www.greenpeace.de/einkaufsnetz
ots-Originaltext: Greenpeace e.V.
Digitale Pressemappe:
http://www.presseportal.de/story.htx?firmaid=6343
Internet: www.greenpeace.de

Original-Content von: Greenpeace e.V., übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: Greenpeace e.V.
Weitere Storys: Greenpeace e.V.