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AGRANA nimmt Bioethanolwerk Pischelsdorf Anfang Juni 2008 in Betrieb

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Unternehmen

Wien (euro adhoc) - AGRANA wird das Bioethanolwerk in Pischelsdorf/NÖ wie zuletzt geplant im Mai 2008 anfahren. Am 7. Juni 2008 wird erstes Bioethanol in Pischelsdorf fließen. Nach Testläufen im vierten Quartal 2007 wurde die Inbetriebnahme aufgrund zu hoher Weizenpreise aufgeschoben.

Die Anlage soll verstärkt auf Maisbasis betrieben werden. Das Bioethanolwerk Pischelsdorf, an dem die AGRANA Stärke GmbH zu 74,9 % und die österreichischen Rübenbauern zu 25,1 % beteiligt sind, wurde von Haus aus für einen flexiblen Rohstoffeinsatz ausgelegt.

In den vergangenen Monaten wurden weitere Kontrakte zur Rohstoffversorgung der Bioethanolproduktion geschlossen. Die Preisnotierungen für Mais aus der neuen Ernte 2008 liegen derzeit auf einem Niveau, das den wirtschaftlichen Betrieb von Pischelsdorf erlaubt. Zudem besteht in Mittel-Europa in normalen Erntejahren eine Überversorgung bei Mais. Durch die Aufhebung der 10%-Flächenstillegung durch die EU-Kommission für das Jahr 2008 sowie als Folge der rückläufigen Zuckerrübenproduktion im Zuge der Neuordnung der Europäischen Zuckermarktordnung werden in den kommenden Monaten zusätzliche Anbauflächen in erheblichem Umfang in Europa zur Verfügung stehen.

Zur Wirtschaftlichkeit und Effizienz des Werkes in Pischelsdorf trägt auch der Verkauf des bei der Produktion von Bioethanol als Nebenprodukt anfallenden hochwertigen Tierfuttermittels Actiprot bei. Dieses Eiweiß-Futtermittel kann, aufgrund der zuletzt deutlich angestiegenen Weltmarktpreise für Soja, als Ersatz für teure Sojaimporte dienen. Schließlich lassen steigende Zuckerpreise am Weltmarkt auch eine Aufwärtstendenz bei den Bioethanolpreisen erwarten.

Bioethanol wird auf Basis einer entsprechenden EU-Richtlinie und gesetzlicher Grundlagen in Österreich zur Verbesserung der CO2-Bilanz und zur Verringerung der Erdölimporte zu 4,4 % dem Fahrbenzin beigemischt. Weiters wird auch in Österreich bereits der Misch-Kraftstoff SuperEthanol E-85 angeboten, der zu rund 85 % aus Bioethanol und zu 15 % aus Benzin besteht.

Das AGRANA-Bioethanolwerk in Pischelsdorf wird einen wichtigen Beitrag zur Verringerung der Treibhausgasemissionen leisten und durch die Substitution von Erdöl- und Sojaimporten die österreichische Außenhandelsbilanz verbessern. Das Werk Pischelsdorf entspricht bereits jetzt den im Vorschlag der EU-Kommission für die Richtlinie zu erneuerbarer Energie geforderten CO2-Reduktionskriterien.

Ende der Mitteilung                               euro adhoc
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