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Weltgesundheitstag (7. April): Geflüchtete brauchen verlässlichen Zugang zu medizinischer Versorgung

Bonn (ots)

Millionen geflüchtete Menschen weltweit haben nur eingeschränkten Zugang zu medizinischer Versorgung - mit teils lebensbedrohlichen Folgen. Zum Weltgesundheitstag am 7. April warnt die UNO-Flüchtlingshilfe vor der dramatischen Gesundheitslage vieler Geflüchteter.

"Fehlende Mittel gefährden weltweit den Zugang zu lebenswichtigen Gesundheitsdiensten für Geflüchtete. Wenn wir jetzt nicht handeln, drohen dramatische Rückschritte - besonders für Kinder und Frauen", sagt Mark Ankerstein, Nationaler Direktor der UNO-Flüchtlingshilfe.

UNHCR stärkt Zugang zu Gesundheitsversorgung

Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen setzt sich gemeinsam mit Regierungen, internationalen und lokalen Partnerorganisationen dafür ein, Geflüchtete in nationale Gesundheitssysteme zu integrieren. Ziel ist es, nachhaltigen Zugang zu medizinischer Versorgung zu gewährleisten: von der Behandlung häufiger Krankheiten über Impfungen bis hin zu spezialisierter Versorgung, etwa bei Komplikationen während Schwangerschaften oder lebensrettenden Operationen. Auch Angebote zur psychischen Gesundheit und psychosozialen Unterstützung werden zunehmend in die reguläre Versorgung integriert. Im ersten Halbjahr 2025 konnten mehr als 543.000 Beratungen in diesen Bereichen angeboten werden. Zudem wurden über 6 Millionen medizinische Konsultationen in von UNHCR unterstützten Einrichtungen durchgeführt.

Trotz dieser Fortschritte steht die Gesundheitsversorgung für Geflüchtete vor enormen Herausforderungen. Aufgrund der akuten Unterfinanzierung des humanitären Sektors müssen UNHCR und seine Partner ihre Angebote bereits einschränken und sich auf akute Notfälle konzentrieren. Die Folgen sind gravierend: Gesundheitszentren schließen, Präventionsprogramme werden reduziert und insbesondere Kinder drohen erneut in Mangelernährung zu geraten.

Besonders dramatisch zeigt sich diese Entwicklung derzeit im Sudan und den Nachbarstaaten.

Die Konsequenzen spüren schon jetzt die Menschen, die in Folge des brutalen Konflikts im Sudan innerhalb des Landes und in die Nachbarstaaten fliehen mussten. Es ist die größte Vertreibungssituation weltweit. In Folge fehlender finanzieller Mittel mussten jetzt im Flüchtlingscamp Kiryandongo in Uganda Gesundheitseinrichtungen schließen und Ernährungsprogramme ausgesetzt werden, was tausende sudanischer Flüchtlinge einem erhöhten Krankheitsrisiko aussetzt. Weitere Informationen zur Situation im Sudan und den Nachbarländern finden Sie hier.

Die UNO-Flüchtlingshilfe ist der deutsche Partner des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR). Sie motiviert und mobilisiert die Zivilgesellschaft, den UNHCR bei seinen weltweiten, lebensrettenden Einsätzen zu unterstützen, fördert Hilfsprojekte für Geflüchtete in Deutschland und trägt durch Informationsarbeit zu den Themen Flucht, Fluchtursachen und Fluchtschicksale zur Bewusstseinsbildung bei.

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Pressekontakt:

Victoria Schöndelen, Tel. 0228-90 90 86-57,
victoria.schoendelen@uno-fluechtlingshilfe.de

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