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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zu Apple/Taylor Swift: Den Ton getroffen, von Holger Schellkopf

Regensburg (ots) - Die junge Dame ist ein Goldkehlchen, hat mit ihren 25 Jahren längst mehr Geld eingesungen als ein einigermaßen vernunftbegabter Mensch wieder ausgeben könnte - damit, dass aus dem Popstar Taylor Swift quasi über Nacht eine Art Jeanne D'Arc der ausgebeuteten Musiker wird, hätte aber wohl kaum jemand gerechnet. Fakt ist: Sie hat mit nur einem Blogbeitrag geschafft, woran diverse Manager von Musik-Konzernen in langen Verhandlungen gescheitert sind. Auf den ersten Blick stimmt deshalb die häufig gelesene Zeile "Taylor Swift zwingt Apple in die Knie" - aber eben nur auf den ersten Blick. Denn genau genommen hat Taylor Swift nicht nur bereits erwähnte Musik-Manager blamiert. Sie hat auch Apple eine Steilvorlage geliefert, um das neue Angebot und die Firma selbst noch ein bisschen besser aussehen zu lassen. Der Popstar hat mit dem Appell an die historisch fortschrittliche und großzügige Firma den richtigen Ton getroffen, Apple hat die Gefahr erkannt und recht elegant in eine Attacke auf die schon etablierte Konkurrenz verwandelt. Vor allem aber dürften viele Kollegen Taylor Swift künftig in ihr Nachtgebet einschließen. Noch-Marktführer Spotify steht indes ziemlich dumm da. Vor allem deren werbefinanzierte Gratis-Version ist vielen Musikern ein Dorn im Auge. Auch Taylor Swift hat dazu schon ihr Missfallen geäußert ...

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