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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Dagmar Unrecht zu Doping am Arbeitsplatz

Regensburg (ots) - Zu viel Stress macht krank. Diese Erkenntnis ist nicht neu, viele Studien kommen zu dem Ergebnis. Die meisten Beschäftigten verzichten zum Glück auch bei hohem Arbeitsdruck auf leistungssteigernde Mittel. Doping im Job ist in Deutschland bisher kein Massenphänomen, das ist eine der Kernaussagen des DAK-Gesundheitsreports. Allerdings steigt die Bereitschaft, sich mit Medikamenten aufzuputschen. Das ist gefährlich, denn während die Wirkung des Hirndopings schnell verpufft, können die Nebenwirkungen auf Dauer krank machen. Kopfweh, Schlafstörungen, Herz-Kreislauf-Probleme oder Rückenschmerzen sind mögliche Folgen. Medikamente sind bei chronischem Stress am Arbeitsplatz keine Lösung. Wer sich im Job ständig überfordert oder nicht anerkannt fühlt, sollte mit seinem Chef über realistischere Ziele reden, die innerhalb der Arbeitszeit auch zu schaffen sind. Entscheidend ist neben dem Stress von außen auch die innere Haltung. Übertriebene Ansprüche an sich selbst sind Gift fürs Wohlbefinden. Jeder muss sich darüber klar werden, wo seine Grenzen sind. Zugleich lohnt es sich für Arbeitgeber, für die Bedürfnisse ihrer Beschäftigten ein offenes Ohr zu haben. Firmen, die eine ungesunde Leistungskultur pflegen und lange Präsenzzeiten einfordern, bekommen am Ende per Krankschreibung die Quittung - und die Arbeit bleibt ganz liegen. Ansonsten helfen beim Stressabbau die üblichen Verdächtigen: Sport, eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf - also Finger weg von vermeintlichen Wunderpillen.

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