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Neues Deutschland: zur Debatte um Libanon-Flüchtlinge

    Berlin (ots) - Dumme Sache, da gibt es einen ekelhaft-brutalen Krieg gleich hinterm Mittelmeer und der Chef (SPD) ist nicht in Berlin. So wie die Sozialsenatorin (Linkspartei) im Urlaub ist, die   gesagt hatte: Berlin kann Kriegsflüchtlinge aus Libanon aufnehmen. Das sei völlig absurd, hielt der SPD-Innensenator ein paar Tage danach dagegen und glaubte mit dem absurden Hinweis, Hisbollah könne Berlin terroristisch überschwemmen, die Flüchtlingsdebatte im rot-roten Senat abzuwürgen. Da soll, so hört man, der urlaubstemporär »starke Mann« in der Senatskoalition geknurrt haben. Wolf (Linkspartei) meinte: Das letzte Wort sei noch nicht gesprochen. Nun ist es so, dass sich die Not gejagter Libanesen nicht nach abgestimmten Berliner Senatsurlaubsplänen richtet. Sie brauchen jetzt Hilfe. Und Berlin kann sie - wie andere Bundesländer - beispielhaft jetzt gewähren. Ohne auf Schlüssel-Aufteilungsvorgaben  irgendeiner Innenminister-Pokerei zu warten. Da das Thema humanitäre Hilfe für Libanon-Flüchtlinge gewiss nicht Landeswahlkampf  relevant ist, sollte Rot-Rot auch ohne den Chef mehr können, als über fernes Elend entsetzt zu sein. Falls  Körting wirklich etwas mehr zu entscheiden braucht, kann er nebst Hisbollah-Führer-Porträts die Reklame großer Magazine verbieten, die immer mal wieder an jedem Wartehäuschen der Republik mit dem »Führer« auf scheinintellektuelle Bauernfänger-Tour gehen.

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