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20.10.2005 – 18:13

nd.DerTag / nd.DieWoche

Neues Deutschland: zur Konjunktur in Deutschland

Berlin (ots)

Um die Konjunktur ist es nach wie vor schlecht
bestellt. Mit einem echten Aufschwung und einer Besserung auf dem 
Arbeitsmarkt wird es auch im nächsten Jahr nichts werden. In dieser 
Frage sind sich erstmals seit Jahren der Mainstream der deutschen 
Konjunkturforschung und die amtierende Regierung einig. Die Prognose 
von Wolfgang Clement und Hans Eichel für 2006 liegt nicht über der 
Schätzung im Herbstgutachten der Institute. Als scheidende Minister 
brauchen sie offenbar keine Schönfärbereien mehr, die die Aufstellung
eines verfassungs- und EU-konformen Haushalts erleichtern.
 Umgekehrt wollen die Konjunkturforscher die künftige Regierung
in die Pflicht nehmen: In den anstehenden Koalitionsverhandlungen 
soll die SPD in der Frage der Mehrwertsteuererhöhung hart bleiben, 
die Union dafür die Reform-Parolen aus dem Wahlkampf nicht vergessen.
Die Institute rufen - unter dem Beifall der Unternehmerlobby - nach 
Steuer- und Abgabensenkungen, finanziert über Subventionsabbau, und 
nach  weiterhin moderaten Lohnrunden.
 Warum diese alten Rezepte in einer neuen 
Regierungskonstellation die Konjunktur ankurbeln und die 
Haushaltsdefizite reduzieren sollen - was in den letzten Jahren schon
nicht geklappt hat -, verraten die Ökonomen indes nicht. Sie selbst 
treten auf der Stelle und sind ein Paradebeispiel dessen, wogegen sie
angeblich so mutig ankämpfen - Reformunfähigkeit.

Rückfragen bitte an:

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Telefon: 030/293 90 721

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