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Neues Deutschland: Rede Obamas - Zwischen Ernst der Lage und Optimismus

    Berlin (ots) - An mangelnden rhetorischen Fähigkeiten und Entschlusskraft wird Barack Obama sicher nicht scheitern. Die Rede des US-Präsidenten zur Lage der Nation vor dem US-Kongress und vor den Millionen Fernsehzuschauern reiht sich ein in das Feuerwerk an Aktivitäten, Reden und Ankündigungen, das Obama seit seinem Amtsantritt vor fünf Wochen abbrennt. Obama beschwört gleichermaßen den Ernst der Lage wie den Optimismus, dass die wirtschaftliche und gesellschaftliche Krise sicher überwunden wird, wenn alle oder doch zumindest viele mitziehen. .

    Barack Obama pflegt definitiv  einen anderen Politikstil nicht nur als sein Vorgänger Bush sondern auch als Merkel, Sarkozy und Co. Er sucht wie schon im Wahlkampf die Kommunikation mit der Basis über alle Medien, die ihm zur Verfügung stehen. Via Internet verkündet er nicht nur politische Botschaften wie die Kanzlerin, sondern fordert die Menschen auf www.barackobama.com auf, sich weiter aktiv einzubringen. Schließlich sollen die über 1,5 Millionen freiwilligen Wahlhelfer bei der Stange gehalten werden.

    Offen bleibt, wie viel davon Kalkül, wie viel davon  wirkliche politische Überzeugung ist. Seine Erfahrung als Community Worker in Chicago könnte für Letzteres sprechen: Wandel ist nur möglich, wenn von unten partizipiert wird und oben der richtige Rahmen gesetzt wird. Bisher gibt Obama viele Versprechen. Um sie halten zu können, wird gute Kommunikation allein nicht reichen.

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