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Westfalenpost: Abscheulich Bundeswehr-Soldaten schänden Tote

Hagen (ots)

Von Jörg Fleischer
Die Entrüstung steht dem Verteidigungsminister ins Gesicht 
geschrieben. Hätte Franz Josef Jung bei Amtsantritt geahnt, was ihn 
erwartet, er hätte den Job möglicherweise gar nicht angetreten. Als 
gingen ihm solche Gedanken durch den Kopf . . . Diesen Eindruck macht
der Minister an jenem Tag, an dem er mit dem neuen Weißbuch 
eigentlich einen Erfolg präsentieren kann. Stattdessen muss Jung - 
was soll er auch anders machen - restlose Aufklärung und härteste 
Konsequenzen für jene Soldaten ankündigen, die in diesen 
abscheulichen Skandal verwickelt sind.
 Zeitungsfotos dokumentieren: Deutsche Soldaten haben in Afghanistan 
Tote geschändet. Das ist widerwärtig und obszön. Wer sich zu so etwas
hinreißen lässt, der ist verroht und gedankenlos. Dass es beim 
Einsatz in Krisengebieten Soldaten geben mag, die den Bezug zum 
zivilisierten Leben verlieren, darf nicht zur Relativierung der 
Vorfälle herhalten. Für diese Taten gibt es keine Entschuldigung. Es 
ist Aufgabe der Vorgesetzten, solche schlimmen Verfehlungen zu 
verhindern. In diesem Fall ist das gründlich misslungen.
 Es sei aber daran erinnert: Die Soldaten der Bundeswehr machen in 
ihrer ganz großen Mehrheit einen guten Job. Das gilt auch für das 
Isaf-Kontingent in Afghanistan. Es wird von diesem Skandal in einer 
Zeit belastet, in der die Lage am Hindukusch seit dem Sturz der 
Taliban noch nie so gefährlich war.
 Dies ist eine Affäre, die das gute Ansehen der Bundeswehr massiv 
gefährdet. Der Truppe droht ein schwerer Image-Schaden. Gerade 
deshalb gilt es, diesen Skandal besonders gründlich aufzuklären.

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