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Westfalenpost: Unterrichtsfach Wirtschaft

Hagen (ots) - Schüler kämen besser durchs Leben, wüssten sie mehr darüber, wie unsere Wirtschaft funktioniert. Doch das gilt nicht nur für Schüler. Auch Erwachsenen fehlt häufig die Kenntnis einfachster Zusammenhänge. Und leider nicht nur in ökonomischen Fragen. Erschreckend viele Menschen wissen kaum etwas über Recht und Verträge, gesunde Ernährung oder unser politisches System, sie können schlecht mit Statistiken umgehen und mit Medien. Deshalb fallen sie auf Reklametricks herein, auf Anlagebetrüger, provisionsversessene Versicherungsmakler, Datenabzocker, Verschwörungstheoretiker und politische Rattenfänger. Es wäre schön, wenn die Schule das alles ändern könnte. Mehr Sportunterricht brauchen wir auch, mehr Musik und Kunst, Programmierunterricht und vielleicht Meditationskurse. Das Schulfach "Glück" wurde ja auch schon ins Gespräch gebracht, wenn auch nicht von der künftigen schwarz-gelben Landesregierung. Die will ja "nur" die Wirtschaftskompetenz verbessern. Das ist schon in Ordnung. Wichtiger als ein zusätzliches Fach wäre zunächst die Schulung der ökonomischen Kompetenz bei den Lehrern. Wie sie die ihren Schülern vermitteln, sollte man dann den Praktikern in den Klassenzimmern überlassen. Das gilt übrigens auch für die anderen Fächer.

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