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Westfalenpost: Gespaltenes Land Pro-westliches Bündnis siegt im Libanon

    Hagen (ots) - Von Eberhard Einhoff

    Das klingt zunächst einmal uneingeschränkt gut: Sieg des pro-westlichen Bündnisses im Libanon, Niederlage für die Hisbollah. Damit, so könnte man meinen, wird dem Einfluss Syriens und des Irans auf die libanesische Politik ein massiver Riegel vorgeschoben, das gegen Israel gerichtete kriegerische Bedrohungspotenzial der Hisbollah wird verringert, die Chancen auf Stabilisierung der Lage im Nahen Osten wachsen. Es könnte so sein. Wenn da nur nicht die komplizierten Verhältnisse im Libanon wären. Religions- und Dynastiezugehörigkeit zählen mehr als - ohnehin kaum vorhandene - politische Programme. Und ein Riss geht auch quer durch die Konfessionen, besonders die christlichen. Trotz des deutlichen Sieges des pro-westlichen Lagers steht in Beirut jetzt also keineswegs eine leichte Regierungsbildung an - erneut geht es um den Versuch, ein Kabinett der nationalen Einheit zu bilden, natürlich unter Beteiligung der Hisbollah. Dass sich diesmal alle Rivalen zum Wohl des Staates einigen könnten, wäre schon ein Wunder.

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