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12.12.2020 – 01:00

Neue Osnabrücker Zeitung

Grosse-Brömer: Rundfunk-Reform ist angezeigt

Osnabrück (ots)

Grosse-Brömer: Rundfunk-Reform ist angezeigt

Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag zeigt Verständnis für Blockade Sachsen-Anhalts und erwartet Auftrag des Bundesverfassungsgerichts an die Politik - Kritik an SPD und Grünen

Osnabrück. Nach der Blockade Sachsen-Anhalts gegen eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags hat der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag, Michael Grosse-Brömer, Verständnis für die Entscheidung gezeigt. "Wenn Landtage wie bislang zu beteiligen sind, darf man sich doch nicht wundern, dass vielleicht auch mal Fraktionen eine andere Auffassung haben als die Intendanten der betroffenen Sender", sagte Grosse-Brömer der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). Er halte den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland zwar für "unverzichtbar". Aber: "Dass beim teuersten öffentlichen Rundfunk weltweit die Frage danach gestellt wird, wie Ressourcen eingesetzt werden und ob er reformbedürftig ist, halte ich für einen völlig normalen Vorgang", sagte Grosse-Brömer.

Er sei gespannt, wie jetzt das Bundesverfassungsgericht in dieser Frage entscheiden wird. "Wenn die Erhöhung des Beitrags vom Bundesverfassungsgericht so entschieden würde, dass eine Empfehlung der Rundfunkkommission eigentlich gar nicht abgelehnt werden kann, dann stellt sich die Frage, warum sich Parlamente überhaupt noch damit beschäftigen sollten", sagte Grosse-Brömer.

Der CDU-Politiker hält für denkbar, dass das Bundesverfassungsgericht der Politik einen Auftrag erteilt, den Auftrag des öffentlichen Rundfunks neu zu formulieren. Grosse-Brömer sagte der NOZ: "Ich bin der Ansicht, dass eine Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks angezeigt ist."

Scharfe Kritik übte der Parlamentarische Geschäftsführer am Verhalten von Grünen und SPD in der Debatte. "Wenn man im Koalitionsvertrag Beitragsstabilität vereinbart, dann sind Erhöhungen meiner Meinung nach ausgeschlossen. Davon sind dann die Regierungsparteien SPD und Grüne abgewichen. Die CDU-Landtagsfraktion ist bei dieser Auffassung geblieben, weil sie diese Ansicht auch schon länger vertritt. Daraufhin der CDU vorzuwerfen, sie habe die gleiche Auffassung wie die AfD und müsse ihr Verhältnis zu dieser Partei klären, halte ich für eine Frechheit", sagte Grosse-Brömer. "Um das mal klar zu sagen: Die SPD und auch alle anderen Fraktionen im Bundestag stimmen in jeder Sitzungswoche einmal mit der AfD. Anträge der FDP werden zum Beispiel häufig mit Stimmen der AfD, der SPD, Grünen und Linken abgelehnt. Wenn ich dabei jedes Mal Linken und SPD vorwerfen würde, sie müssten mal ihr Verhältnis zur AfD klären, dann würde mir das zu Recht zum Vorwurf gemacht. Deshalb erlaube ich mir umgekehrt, das im Fall Sachsen-Anhalt genauso zu tun", so der CDU-Politiker weiter.

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Grosse-Brömer: Bundeskanzlerin hat zweite Welle richtig eingeschätzt

Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion hält Grundsatzentscheidung in Corona-Pandemie für nötig - Wegkommen von "scheibchenweisen Erhöhungen"

Osnabrück. Vor dem nächsten Bund-Länder-Treffen in der Corona-Pandemie hat der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag, Michael Grosse-Brömer, das Werben von Bundeskanzlerin Angela Merkel für einen harten Lockdown verteidigt. "Die Bundeskanzlerin hat frühzeitig die Dimension dieser zweiten Welle richtig eingeschätzt. Ich stehe hinter ihr. Wir sollten wegkommen von scheibchenweisen Erhöhungen, sondern müssen noch einmal eine Grundsatzentscheidung treffen, wie wir dieses Virus in den Griff bekommen. Und da ist ein der aktuellen Lage entsprechender Lockdown richtig", sagte Grosse-Brömer der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ).

Der CDU-Politiker ist der Ansicht, "dass wir die Krise bislang verhältnismäßig gut bewältigt haben". "Wir haben Entscheidungen getroffen, die manches verhindert haben, was in Spanien oder Italien geschehen ist. Was im Rahmen des Föderalismus möglich war, haben wir getan. Wir haben ständig abgewogen zwischen den Folgen der Einschränkungen und dem notwendigen Gesundheitsschutz. So muss man es aus meiner Sicht auch machen. Ich glaube, wir haben da keinen Vergleich mit anderen zu scheuen", sagte Grosse-Brömer der NOZ.

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