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14.08.2019 – 01:00

Neue Osnabrücker Zeitung

NOZ: Große Unterschiede bei Arbeitslosenquote - je nach Berufsgruppe

Osnabrück (ots)

Große Unterschiede bei Arbeitslosenquote - je nach Berufsgruppe

Linke werten BA-Statistik aus: Mehr als jeder vierte Sprachwissenschaftler ohne Job / Vollbeschäftigung bei Polizisten und Lehrern

Osnabrück. Trotz des weiter brummenden Arbeitsmarktes und 1,4 Millionen unbesetzter Stellen sind zahlreiche Berufsgruppen von hoher Arbeitslosigkeit betroffen. Unter den Sprach- und Literaturwissenschaftlern war 2018 beispielsweise mehr als jeder Vierte (26,4 Prozent) arbeitslos gemeldet. Das geht aus einer Auswertung der berufsspezifischen Statistik der Bundesarbeitsagentur (BA) durch die Linkspartei hervor, die der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ) vorliegt.

Im Bereich Papier- und Verpackungstechnik lag die Arbeitslosenquote bei 19,2 Prozent, beim Objekt-, Personen-, Brandschutz und in der Arbeitssicherheit bei 18,5 Prozent, in den Geisteswissenschaften bei 15,4 und im Gartenbau bei 14,9 Prozent.

Zugleich gibt es auch Berufsgruppen, in denen quasi keine Arbeitslosigkeit vorkommt. Im Bereich Polizeivollzugs- und Kriminaldienst, Gerichts- und Justizvollzug lag die Quote laut der BA-Statistik bei null Prozent. Bei den Angehörigen gesetzgebender Körperschaften und leitenden Bediensteten von Interessenorganisationen war nur einer von 1000 betroffen. Deutlich unter einem Prozent lag die Quote auch in den Berufsgruppen Weinbau, Verwaltung, Technische Forschung und Entwicklung, Theologie und Gemeindearbeit sowie Lehrer. Die Arbeitslosenquote im Jahr 2018 insgesamt betrug 5,2 Prozent.

"Die Jubelmeldungen über die vermeintlich gute Entwicklung des Arbeitsmarktes dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass es nach wie vor viele Menschen gibt, die es schwer am Arbeitsmarkt und bei der Jobsuche haben", sagte Linken-Arbeitsmarktexpertin Sabine Zimmermann im Gespräch mit der "NOZ". "Pauschales Gerede von Fachkräftemangel ist Quatsch und kontraproduktiv." Noch immer gebe es nicht genügend gute Arbeit, deswegen müsse die Bundesregierung "den arbeitsmarktpolitischen Stillstand beenden und für mehr existenzsichernde Arbeit sowie bessere Unterstützung von Erwerbslosen sorgen", forderte die Linken-Politikerin.

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