Neue Osnabrücker Zeitung

NOZ: Gespräch mit Hartmut Engler, Sänger und Pur-Frontmann

Osnabrück (ots) - Hartmut Engler: Pur-Wahrnehmung hat sich angenehm verbessert

Sänger lobt deutschsprachige Musik auf allen Ebenen - "Ich würde auch Flüchtlinge aufnehmen, wenn sich das Problem weiter zu einem Notstand entwickelt"

Osnabrück. Pur-Frontmann Hartmut Engler freut sich nach seiner Teilnahme am TV-Format "Sing meinen Song" über eine veränderte und positive Wahrnehmung der Band in der Öffentlichkeit: "Überall, wo ich hinkomme, ernte ich große Aufmerksamkeit, ich blicke in freundliche Gesichter, Schulterklopfen allerorten. Die Taxifahrer freuen sich, sprechen mich an. Es hat sich vieles angenehm verbessert", sagte der 53-jährige Sänger im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitag). Plötzlich sei er auch für Fernsehformate interessant, die ihn vorher nicht angefragt hätten: "Ich werde von Joko und Klaas in die Sendung ,Das Duell um die Welt' eingeladen. Ich bin in der Bülent-Ceylan-Überraschungsshow oder Helene-Fischer-Show dabei. Im Fernsehen entwickelt sich eine ganze Menge."

Nach Meinung von Hartmut Engler gibt es im deutschsprachigen Musikbereich mittlerweile auf allen Ebenen gute Produkte: "Viele Kids wie meine Söhne stehen auf deutsche Rapper wie Casper, Sido oder Cro. Bei manchen Texten bekomme ich da schon eine Gänsehaut. Auf der Pop-Ebene liefert ein Kollege wie Andreas Bourani hochwertigen Mainstream. Dazu kommen die alteingesessenen Bands wie die Toten Hosen, die Ärzte oder wie wir. Auf der Schlagerebene dominiert eine Helene Fischer. Das gab es in der Form noch nie. Im Moment wird man eher zu einem deutschen Song angehalten, wenn man mit einer Plattenfirma spricht. Früher hieß es: ,Muss es unbedingt deutsch sein?'" Pur habe weiterhin eine eigene Schublade, die aktuell wieder mit dem neuen Album "Achtung" (Veröffentlichung am 18. September) bedient werde. Auf diesem Album gebe es auch den Song "Lichter aus", der zum aktuellen Flüchtlingsthema passe. Hartmut Engler: "Den Text habe ich vor einem dreiviertel Jahr geschrieben, sicher nicht mit der Vorstellung, dass er diese Aktualität erlangt. Wo immer es Sinn macht, werde ich mich bei diesem Thema äußern und engagieren." Würde er auch Flüchtlinge bei sich zuhause aufnehmen? "Ich würde so weit gehen, wenn sich das Problem weiter zu einem Notstand entwickelt und eine große solidarische Welle erforderlich ist. Dann müssten wir alle zusammenstehen, und dann würde ich das auch tun."

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