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Neue OZ: Kommentar zu George Clooney

Osnabrück (ots) - Was von Clooney bleibt

Clooneys Besuch in Berlin bleibt in Erinnerung, als Gipfel des Star-Glamours, aber auch als Irritation. Festival-Chef Dieter Kosslick hatte die vielen Beiträge zu Krieg und NS-Herrschaft als heimlichen Berlinale-Schwerpunkt bezeichnet. Ausgerechnet der prominenteste Film, Clooneys "Monuments Men", macht einen Bruch in der Beschäftigung mit dem Thema deutlich. Die Heiterkeit, mit der Clooney den Weltkrieg als Abenteuer zeigt, wirkt so unbedarft wie sein Interview-Appell an Raubkunst-Besitzer, sie könnten doch ihr Eigentum der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Vielleicht wird hier nur eine unterschiedliche Sicht von Amerikanern und Deutschen auf Nazi-Verbrechen sichtbar. Vielleicht macht sich aber auch die historische Distanz zum Weltkrieg bemerkbar. Das wäre fatal.

Daniel Benedict

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