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Neue OZ: Kommentar zu China
Konjunktur

Osnabrück (ots) - Gute Nachrichten

Chinas Wirtschaft hat sich leicht abgekühlt, endlich. Zwar gingen Aktienmärkte weltweit auf Talfahrt. Mittelfristig ist die Entwicklung im Reich der Mitte aber begrüßenswert. Das liegt an der extremen Dynamik, mit der die Volkswirtschaft des Landes in den vergangenen Jahrzehnten zugelegt hat. Die Entwicklung ist nicht nur erfreulich, sondern verursacht auch große Probleme. Dazu zählt die weiterhin hohe Inflation oder die Blasenbildung im Immobilienmarkt. Nichts würde die Weltwirtschaft dauerhaft stärker zurückwerfen, als wenn es zu einer Strukturkrise in der chinesischen Volkswirtschaft käme, wie sie etwa Japan seit den 1990er-Jahren erlebt.

Von einem Wirtschaftseinbruch kann im Reich der Mitte ohnehin keine Rede sein. Vielmehr ist das zuletzt etwas schwächere Wachstum vor allem politisch gewollt. Die Regierung in Peking ächzt unter dem Erfolg der eigenen Wirtschaftspolitik. Die schnelle Industrialisierung oder die Preisexplosionen bei Lebensmitteln sorgen für soziale Spannungen, die schon heute regelmäßig zu gewalttätigen Unruhen führen. Peking ist daher gezwungen, das Wachstum zu drosseln. Kurzfristig mag das ausländischen Unternehmen Exportmöglichkeiten nehmen. Mittelfristig ist die Normalisierung des chinesischen Wachstums, die sich abzeichnet, ein Segen für die Weltwirtschaft.

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