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Neue OZ: Kommentar zu Musik
Oper

Osnabrück (ots) - Modernes Management

Masterplan? Position stärken? Bauliche Maßnahmen? Was Ulrike Hessler ankündigt, klingt wie die Zukunftsagenda der Koalition oder von VW. Damit weist sich die Intendantin der Semperoper als moderne Kulturmanagerin aus. Und setzt die Opernszene unter Druck. Sie weiß auch wie. Wer an die Spitze deutscher Opernhäuser will, muss bereit sein, die teuren Tickets fürs Starkarussell zu bezahlen. Umso hoffnungsvoller stimmt es, dass Hessler den Ensemblegedanken leben will. Die Frankfurter Oper macht vor, wie dieser Spagat zum Erfolg führen kann.

Doch der beste Manager steht auf verlorenem Posten, wenn er den Kampf um die Kunst ohne Geld führen soll. Für die Ausstattung sorgt nach wie vor die öffentliche Hand, und daran wird sich so schnell auch nichts ändern. Doch die Suche nach Wegen aus dieser Abhängigkeit dürfte auf manchen To-do-Listen ganz oben stehen. Und wer sich gut positioniert, sichert sich im Kampf um Sponsoren entscheidende Vorteile.

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