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Neue OZ: Kommentar zu Film
Festival

Osnabrück (ots) - Viel Film, wenig Leinwand

Rund 80 Festivals allein in Berlin - ja gibt es denn dafür überhaupt genug Filme? Allerdings. Woran es fehlt, sind vielmehr die Leinwände. Immer mehr Produktionen konkurrieren um eine gute Platzierung im Kino. Wenn Blockbuster wie "Harry Potter" anlaufen, wagt kaum noch einer, seinen eigenen Film am gleichen Wochenende dagegen antreten zu lassen. Und da die Branche ihre gigantischen Werbeetats immer häufiger in die ganz großen Star-Vehikel pumpt, werden die Nischen des Nischenfilms enger. Hier helfen besonders die Festivals zu Spezialthemen, Aufmerksamkeit zu schaffen - mitunter sogar so viel, dass es den Kinobetreibern Mut für die spätere Auswertung im Regelbetrieb macht.

Aber auch ohne den Werbeeffekt für Independent- und Low-Budget-Produktionen braucht der Film das Festival. Kultur lebt vom Gespräch; in der Gruppe ist Kunst noch einmal so schön. Mit ihrem Event-Charakter fördern Festivals die Begeisterung und auch die Debatte. Die tut jeder Filmsparte gut - auch und gerade in ihren Randbereichen wie dem experimentellen, dem gescheiterten oder dem erotischen Kino.

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