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Neue OZ: Kommentar zu Einzelhandel
Karstadt

Osnabrück (ots) - Noch zu retten?

Ob nun Hertie, Woolworth oder Karstadt: Warenhausketten waren in der jüngsten Vergangenheit fast nur noch mit negativen Nachrichten in den Schlagzeilen. Schon seit Jahren stecken die Kaufhäuser in der Krise. Inzwischen haben Einkaufszentren, große Fachmärkte sowie Discounter den einstigen Flaggschiffen des Einzelhandels ihren Rang abgelaufen. Oft bietet die Konkurrenz günstigere Preise, vielfach auch eine deutlich größere Auswahl - etwa in Teilbereichen wie der umsatzstarken Unterhaltungselektronik.

Vor diesem Hintergrund bleibt das Ringen um einen Fortbestand von Karstadt mit großen Risiken verbunden. Zwar verfügt das Unternehmen über viele Häuser in äußerst attraktiven Innenstadtlagen. Doch drücken hohe Mieten auf die Rendite, nachdem die meisten Immobilien zur Begleichung von Schulden verkauft worden sind. Hier wird es deutliche Nachlässe geben müssen, soll Karstadt auf Dauer konkurrenzfähig sein.

Gefragt sind aber auch die Kommunen. Viele haben bereits auf Gewerbesteuerforderungen verzichtet, doch noch fehlen Zusagen einiger Städte. Und schließlich könnten auch auf die Beschäftigten weitere Belastungen zukommen, etwa durch Mehrarbeit ohne Lohnausgleich. Denn eines steht fest: Nur wenn alle an einem Strang ziehen, kann der Karren aus dem Dreck gezogen werden.

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