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Neue OZ: Kommentar zu Musik

    Osnabrück (ots) - Bleibt alles anders

    Als der Plattenspieler erfunden wurde, starb das Grammofon aus. Mit dem Verkauf der ersten CD verschwand die Schallplatte aus den Regalen. Die CD-Werke wiederum bebten, als der iPod seinen Marktstart feierte. Über Jahrzehnte hat man sich daran gewöhnt, dass neue Technologien die altbewährten verdrängen.

    Nutznießer war die Entertainment-Industrie: All die stolzen Besitzer vollständiger Sammlungen bekamen so regelmäßig Anlässe, ihren kompletten Bestand im neuen Medium noch einmal zu erwerben. Inzwischen ist die Schallplatte wieder da. Mit der Idee, CDs auf Abruf zu vertreiben, hat jpc nun auch die Marktlücke der Kleinstauflage geschlossen.

    Die Entwicklung ist Ausdruck nüchterner Wirtschaftlichkeit. Ermöglicht wird sie aber von Kunden, die auch im digitalen Zeitalter Lust an der Materialität des Tonträgers und ein Gespür für seine Aura haben. Wer weiß: Vielleicht verkauft auch bald wieder jemand wunderbar knackende Schellack-Platten und Edison-Zylinder.

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