Neue Osnabrücker Zeitung

Neue OZ: Kommentar zu Unternehmen
Opel

    Osnabrück (ots) - Die Ansage kommt

    Der Wirtschaftsminister fordert eine klare Ansage aus den USA zur Zukunft von Opel. Diese Entscheidung wird er bekommen. Aber sie wird nicht so ausfallen, wie er sich das bisher zusammen mit der Kanzlerin, den Bundesländern mit Opel-Werken und der Belegschaft des Autobauers gewünscht hat. Nach allem, was von jenseits des Atlantiks an Informationen herüberschwappt, wird sich der GM-Verwaltungsrat gegen eine Opel-Übernahme durch das Magna-Konsortium mit russischer Beteiligung entscheiden.

    Und dafür gibt es aus amerikanischer Sicht gute Gründe. Die USA sehen Russen an den Hebeln auch der wirtschaftlichen Macht gar nicht gern. General Motors hat die Sorge, dass moderne Opel-Technik ungefiltert in die Hände der russischen Konkurrenz gerät. Dadurch würden die GM-Pläne in dem Riesenland durchkreuzt, mit seiner koreanischen Billigmarke Chevrolet, die früher ihre Autos unter dem Namen Daewoo verkaufte, Fuß zu fassen. Außerdem ist GM in den USA in den nächsten Jahren, wenn Spritspartechnik und Elektroantriebe gefragt sein werden, auf europäische Ingenieure und ihre Ideen angewiesen, um weltweit die Karre nicht völlig vor die Wand zu fahren. Den Opelanern ist das alles egal - sie wollen mit Recht ein schnelles Ende dieser Hängepartie und Klarheit über ihre Jobs.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: 0541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Neue Osnabrücker Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren: