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Neue OZ: Kommentar zu Unternehmen
Karmann

    Osnabrück (ots) - Die Zeit drängt

    Der Autobauer Karmann steht unter einem gewaltigen Zeitdruck. Immer wieder machen Spekulationen über bedrohliche Finanz-Engpässe die Runde. In einer Insolvenz ist das nichts Ungewöhnliches. Dennoch ist es für die Firma ein Problem.

    Wie lange hält Osnabrücks Traditionsunternehmen noch ohne einen Investor durch? Rund 1600 Jobs hängen von der Antwort auf diese Frage ab. Der Insolvenzverwalter hüllt sich dazu bisher in Schweigen. Seit Monaten wird über einen möglichen Einstieg von Volkswagen spekuliert. Aber seit dem von VW-Chef Martin Winterkorn bestätigten Entwicklungsauftrag an Karmann gibt es keine positiven Signale mehr aus der Auto-Branche.

    Dass in einer solch schwierigen Situation mit Jürgen Böhm jemand an den Verhandlungstisch kommt, der beste Kontakte zu Daimler hat, lässt aufhorchen. Böhm wird Karmann in jedem Fall nützen. Er bringt als Kenner der Branche das Vertrauen in die Investoren-Gespräche zurück, das nach dem Fall Kunzmann möglicherweise verloren gegangen ist. Hoffentlich geht Karmann nicht das Geld aus, bevor Böhm einen Retter gefunden hat.

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