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Neue OZ: Kommentar zu Nahen Osten

    Osnabrück (ots) - Zeit für neuen Kurs Bomben, Raketen und Granaten zur Weihnachtszeit? Schreckliche Vorstellung, leider aber gar nicht realitätsfern für Israelis und Palästinenser. Nach dem offiziellen Ende der Waffenruhe bestimmen wieder Drohungen und militärische Nadelstiche die Szene. Dies zu einem Zeitpunkt, da nach George Bushs Willen die Grundlagen für eine Zwei-Staaten-Lösung gelegt sein sollten. Daraus ist nichts geworden, auch hier hat der scheidende US-Präsident versagt, auch hier hinterlässt er dem Nachfolger ungelöste Probleme - für Barack Obama eine Hypothek, aber auch eine Chance. Die Aussichten wären freilich besser, wenn er es im Nahen Osten mit starken Partnern zu tun hätte. Die gibt es leider nicht. In Israel verführt der Wahlkampf zu Kraftmeiereien und lässt wenig Raum für Stimmen der Vernunft. Von Zugeständnissen - etwa einem Baustopp, gar einer Räumung jüdischer Siedlungen - ganz zu schweigen. Die Hamas wiederum bezieht ihre Stärke gerade aus der Konfrontation; Israels Gaza-Blockade schadet den Menschen, treibt der radikalen Palästinensergruppe aber neue Sympathisanten zu. Alle Bemühungen, sie auszuschalten, schlugen fehl. Strategie also gescheitert, höchste Zeit für einen Kurswechsel. Wann, wenn nicht jetzt, da eine unverbrauchte US-Führung die Karten neu mischen kann.

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