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Neue OZ: Kommentar zu Konjunkturprognosen

Osnabrück (ots)

Schlecht vorbereitet
Noch sind es knapp zwei Wochen bis Weihnachten und drei bis zum 
Ende eines Jahres mit immerhin noch beachtlichem Wirtschaftswachstum.
Trotzdem spürt schon jetzt mehr als ein Drittel der Deutschen die 
Auswirkungen des Konjunkturabsturzes. Wenn die Bänder in vielen 
Autofabriken jetzt lange stillstehen und nicht nur bei ihnen und den 
Zulieferern, sondern auch anderen großen Industriezweigen wie der 
Stahl- und Chemieindustrie
Produktionskürzungen anstehen, wird der Pessimismus schnell weiter
wachsen.
Dabei war das Ende des Konjunkturbooms schon lange vor dem "schwarzen
September" 2008 abzusehen, in dem das Welt-Finanzsystem gerade noch 
vor dem Kollaps gerettet werden konnte. Die jetzigen hitzigen 
Debatten und das Durcheinander der Rettungsvorschläge für die 
Wirtschaft sind Beweise dafür, dass sich Politiker und Manager in 
besseren Zeiten nicht gut auf die Phase der Rezession vorbereitet 
haben.
Wer glaubwürdig für die soziale Marktwirtschaft eintreten will, 
darf sich nicht damit abfinden, dass Arbeitszeitkonten und 
Betriebsrenten bei Firmenpleiten entfallen. Und wer Bürgern seit 
Jahren Entlastungen verspricht, sollte ihnen nicht tatsächlich immer 
mehr Lasten auferlegen, wie es die Regierung macht. Denn auch zu 
Beginn des Rezessionsjahres 2009 werden die Kosten der Beitragszahler
für die Sozialversicherung steigen.

Pressekontakt:

Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: 0541/310 207

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