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Neue OZ: Kommentar zu Simbabwe

Osnabrück (ots)

Das Blutkonto wächst weiter
Simbabwes altersstarrer Diktator Mugabe missachtet alle Warnungen.
Die Wahlen hat er zwar nur noch mit Fälschungen und massivem Druck 
politisch überstanden. Allen anderslautenden Bekundungen und 
Vereinbarungen zum Trotz klammert er sich aber nach wie vor eisern an
die Macht. Statt den Geiselgriff um sein Volk zu lockern, verstärkt 
er ihn sogar. Skrupellos opfert er seine hilflosen Untertanen, 
überlässt sie unbeschreiblicher Not und nun auch einer 
Cholera-Epidemie.
Mugabes Blutkonto wächst mit jedem Tag. Die Welt schaut 
erschrocken, aber tatenlos zu, wie Hunderte von der mörderischen 
Krankheit dahingerafft werden. Der physische und moralische Bankrott 
beeinträchtigt auch die Entwicklung der Nachbarländer.
Sie - allen voran das bisher viel zu zurückhaltende Südafrika - 
haben es in der Hand, diesem Spuk ein Ende zu bereiten. Sie sollten 
endlich begreifen, dass Mugabe eben nicht mehr der Befreier aus 
spätkolonialistischen Fesseln ist, sondern das - völlig falsche - 
Bild von einem Afrika verstärkt, dem einfach nicht zu helfen ist. Sie
müssen stellvertretend für ein Volk durchgreifen, dem nach 
jahrzehntelanger Misswirtschaft und Unterdrückung die Kraft zur 
eigenen Befreiung fehlt. Und sicherstellen, dass die dringend nötige 
Unterstützung ihm zugutekommt und nicht das verbrecherische Regime 
stabilisiert.

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