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WAZ: Uwe Knüpfer zum Internationalen Frauentag 2005 / Fortschritt ist weiblich

Essen (ots)

Der heutige Weltfrauentag könnte ein Feiertag sein. In weiten
Teilen der Welt hat sich die wirtschaftliche, rechtliche und
politische Lage der Frauen im letzten Jahrhundert dramatisch
verbessert.
Nicht nur sind die Chancen von Frauen gewachsen, ihre Talente auch
anders auszuleben als am heimischen Herd, an der Seite eines Mannes
oder in „Frauenberufen”. Nein, die Tatsache, dass heute Frauen ihre
Stimme öffentlich erheben, bereichert fast jede gesellschaftliche
Sphäre, von der Politik über die Künste bis zum Journalismus.
Auch dass sich Männer heute „weiblich” verhalten, öffentlich
zärtliche Väter sein dürfen, ja, dass der Militarismus, diese extreme
Steigerung männlichen Imponiergehabes, im öffentlichen
Erscheinungsbild unserer Gesellschaft keine Rolle mehr spielt,
verdanken wir dem Fortschritt der Frauen.
Dieser Fortschritt endet allerdings hinter vielen Wohnungstüren.
Noch immer ruht die Verantwortung für Haushalt und Familie fast immer
allein auf weiblichen Schultern. Hier bleibt noch viel Raum für
Verbesserungen.
Der Vormarsch der Frauen ging einher mit der Industrialisierung
und der wachsenden Bedeutung von Wissen und Dienstleistungen. Das
gilt nicht nur für die jüdisch-christliche, sondern auch für die
muslimische Welt. Doch fand der Aufbruch in die Moderne dort später
als im Westen statt. Mit Verspätung dringen auch dort jetzt Frauen in
Männerbastionen ein.
So blicken manche muslimischen Männer nach Westen, ahnen, was
„droht” und verstecken sich hinter dem Koran. Sie reagieren womöglich
besonders wütend, wenn die einzige Macht, die sie haben, Macht über
Frauen ist.
Die brutalste Ausprägung des Kampfes muslimischer Machos gegen
ihre Frauen und Töchter sind sogenannten Ehrenmorde. Es ist ein
Skandal, dass solche Morde im Zeichen falsch verstandener Toleranz
gegenüber fremden Kulturen nicht immer mit aller Härte des Gesetzes
geahndet worden sind. Es ist höchste Zeit, dass dieser Skandal ein
Ende hat.

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