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WAZ: Den Wandel verschlafen - Kommentar von Frank Meßing zu Siemens

Essen (ots) - Siemens in Mülheim hat schon viele Krisen überwunden. Da war der Kampf um die Atompolitik in den 70er-Jahren, die Flaute Ende der 90er, als schon einmal 850 Stellen abgebaut werden sollten. Letztlich haben die Dampfturbinen- und Generatorenbauer von der Ruhr aber ihren festen Platz in der Siemens-Familie behalten.

Doch inzwischen werden so viele Komponenten im Ausland gefertigt und in Mülheim zusammengesetzt, dass Siemens dringend ein Zukunftskonzept für das größte Werk in NRW auf den Tisch legen muss.

Arbeitsplatzabbau ist für Manager die bequemste Form, die wirtschaftlichen Zahlen zu verbessern. Sein Grundproblem hat der Industrieriese damit aber nicht gelöst. Siemens hat schlichtweg verschlafen, sich rechtzeitig auf den Wandel des Energiemarkts vorzubereiten. Die Zukunft gehört den Erneuerbaren und einer dezentralen Versorgung. Der Vorschlag des Betriebsrats, Komponenten für Windräder in Mülheim zu bauen, hat Charme.

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