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WAZ: RWE-Konzern im Schrumpfmodus - Kommentar von Ulf Meinke

Essen (ots) - Dass große Konzerne Mieter in den Büros der Firmenzentrale sind, ist nicht ungewöhnlich, sondern völlig normal. BP und Thyssen-Krupp liefern zwei Beispiele. Bekanntlich verhandelt der Bochumer Mineralölriese gerade über neue Mietverträge. Und Thyssen-Krupp hat einen Teil des Essener Quartiers über externe Investoren finanzieren lassen. Es geht vor allem darum, dass die Unternehmen ihr Geld nicht für Beton oder Steine ausgeben wollen, sondern für Menschen und Maschinen.

Dennoch sagt der geplante Verkauf des RWE-Turms in Essen viel darüber aus, wie es um den einst so stolzen Energieversorger steht. Die goldenen Zeiten sind vorbei. RWE befindet sich im Schrumpfmodus. Insofern hat es einen gewissen Symbolcharakter, wenn der Konzern nun das höchste Bürogebäude der Region verkaufen will. Als Thyssen-Krupp nach Essen zog, flossen immerhin rund 100 Millionen Euro durch den Verkauf des Düsseldorfer Dreischeibenhauses in die Kassen des Konzerns.

Was der RWE-Konzern bekommt, wenn er sein Prestigegebäude abgibt, ist offen. Bleibt zu hoffen, dass RWE als Mieter die vielen Büroräume im Turm auch in Zukunft benötigt. Selbstverständlich ist das nicht angesichts der Unsicherheiten in der Energiebranche.

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