Westdeutsche Allgemeine Zeitung

WAZ: Die Spitze des Eisberges. Kommentar von Thomas Wels

Essen (ots) - Stellen Sie sich vor, Sie hätten einst hübsche RWE-Anteile für die Vermögensbildung zurückgelegt, die ehedem 80 Euro wert waren. Und nun machen Sie sich ehrlich und stellen fest: 80 Euro gibt's nicht mehr, sondern 30 Euro ist der realistische Wert. Sie hätten vermutlich üble Träume, denn selbst wenn kein Geld abfließt, so ist doch der Spielraum enger geworden. So geht es auch den Kämmerern. Sie haben sich verzockt. Und mittelfristig wird das Folgen haben, indem sie die Ausgaben runter- und Einnahmen hochschrauben. Beides betrifft Bürger und Unternehmen. Erst recht, wenn die Bezirksregierung einen Sparkommissar schickt. Der Substanzverlust der Revier-Kommunen, der hier buchhalterisch offenbar wird, ist erst der Anfang. Denn den Kommunen oder Stadtwerken fehlen auch Einnahmen aus RWE-Aktien. Die Halbierung der Dividende macht bei RWE-Kommunen 175 Millionen Euro aus. Hinzu kommt: Stadtwerke, die in der Energieerzeugung aktiv sind, geraten in Not. NRW-Wirtschaftsminister Duin nannte die Lage dramatisch und für einige Stadtwerke existenzbedrohend. Es ist nur die Spitze des Eisberges, die jetzt sichtbar geworden ist.

Pressekontakt:

Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion@waz.de

Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren: