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WAZ: Kohle als Spaltpilz der NRW-Koalition - Kommentar von Thomas Wels

Essen (ots) - Die Schonzeit für den neuen Energieminister Sigmar Gabriel ist beendet. Mit der Billigung des Reformkonzeptes durchs Kabinett in Meseberg steht Gabriels hübsche Reform auf der Lichtung, Lobbyisten und Länderminister laden durch. Wohl an: Da tun sich Bayerns Seehofer (CSU) und Baden-Württembergs Kretschmann (Grüne) zusammen, weil sie mehr Förderung für Biogasanlagen wollen. Gabriels Parteikollege Albig aus Kiel schießt bereits aus allen Rohren gegen die geplante Kürzung bei Windanlagen auf dem Land. Und weiß sich dabei einig mit den Grünen-Ministern. Es zeigt sich einmal mehr: Subventionen einzuführen ist leicht, sie abzuschaffen unendlich schwer. Es wird arg unübersichtlich. Und dies besonders in NRW. Der grüne Koalitionspartner will nichts wissen von einer Milliarden schweren neuen Subvention für die Bereitstellung von Kohlekraftwerken. Die SPD schon. Die Kohle, sie wird einmal mehr zum Spaltpilz einer rot-grünen Koalition.

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