Alle Storys
Folgen
Keine Story von Westdeutsche Allgemeine Zeitung mehr verpassen.

Westdeutsche Allgemeine Zeitung

WAZ: Der Justizminister hat ein Problem - Kommentar von Tobias Blasius

Essen (ots)

NRW-Justizminister Kutschaty hat ein Problem. Nicht, weil er sich für einen erzieherischen Jugendstrafvollzug stark macht. Nicht, weil er die hohen Rückfallquoten junger Gefangener mit teurer pädagogischer Rundumbetreuung bekämpfen will. Nicht, weil er vermeintlich hoffnungslose Fälle lieber gemeinsam kochen als hinter Gittern schmoren lässt. All das, was dem landläufigen Gerechtigkeitsempfinden schwer vermittelbar sein mag, fordern auch renommierte Fachleute seit Jahren. Kutschatys Problem ist vielmehr sein Umgang mit offenkundigen Pannen beim Start eines vielbeachten Modellprojekts, das den Jugendstrafvollzug in NRW verändern sollte. Wenn 17-jährige Kriminelle, von denen angeblich weder Flucht noch weitere Straftaten zu erwarten waren, spurlos verschwinden, darf das Landeskabinett dies nicht einfach der Öffentlichkeit und dem Landtag verschweigen. In einem derart sensiblen Experiment, das ja nicht zuletzt das hehre rot-grüne Regierungsideal "Kein Kind zurücklassen" untermauern soll, muss Transparenz oberstes Gebot sein.

Pressekontakt:

Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion@waz.de

Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Weitere Storys: Westdeutsche Allgemeine Zeitung
  • 28.09.2012 – 15:56

    WAZ: Mittelstand in NRW gegen die Großelternzeit

    Essen (ots) - Der Verband der mittelständischen Unternehmer in NRW (BVMW) warnt vor der Einführung einer "Großelternzeit". "Politische Manöver wie eine Großelternzeit erschweren die Personalplanungen unserer Betriebe in einem zunehmend schwierigeren wirtschaftlichen Umfeld. Mit einem Rechtsanspruch auf Großelternzeit entstehen den kleineren Betrieben des Mittelstands zusätzliche, schwer kalkulierbare Kosten und ...

  • 28.09.2012 – 05:00

    WAZ: Drei jugendliche Intensivtäter in NRW geflohen

    Essen (ots) - Die NRW-Landesregierung hat mit ihrem gerade eingeschlagenen Sonderweg im Umgang mit jungen Straftätern einen schweren Rückschlag erlitten. Wie erst am Donnerstag bekannt wurde, sind bereits im August drei jugendliche Intensivtäter im Alter von 16 und 17 Jahren aus einem spezialisierten Jugendhilfezentrum in Dormagen getürmt. Zwei von ihnen sind noch immer auf der Flucht. Das berichten die Zeitungen der ...

  • 27.09.2012 – 19:16

    WAZ: Das Kartellamt lässt nicht locker - Kommentar von Frank Meßing

    Essen (ots) - Eines muss man Kartellamtschef Mundt lassen: Er lässt nicht locker, die Mineralölwirtschaft mit immer neuen Sektoruntersuchungen unter Druck zu setzen. Der Wettbewerbshüter setzt auf das Prinzip "Steter Tropfen höhlt den Stein". Denn bislang haben sich alle Prüfungsverfahren als wirkungslos herausgestellt. Obwohl das Kartellamt längst bewiesen hat, ...