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WAZ: Markttheorien im Alltagstest - Kommentar von Stefan Schulte

Essen (ots)

Auch Nobelpreisträger irren. Wer mit seinen aktuellen Thesen zur Finanzkrise falsch liegt, wird sich erst in einigen Jahren zeigen. Doch bei der Vielstimmigkeit der ökonomischen Weltelite werden einige durch die noch zu schreibende Wirtschaftsgeschichte der Zehner-Jahre zwangsläufig widerlegt. Das Gute daran: Die Politik ist gezwungen, mehr denn je zu hinterfragen, ob und von wem sie sich beraten lässt. Es ist schon etwas her, dass eine weitgehend einige Wirtschaftsforschung der Politik eine klare Richtung vorgegeben hat. Sie begründete den Siegeszug des Neoliberalismus nach der Jahrtausendwende. Selbst links verortete Regierungen wie die rot-grüne unter Gerhard Schröder setzten auf eine Deregulierung der Märkte, die sich nun nicht mehr einfangen lassen. Ökonomen entwerfen oft in sich logische Konzepte, die aber den politischen Praxistest nicht bestehen. Ein Beispiel: Mathematisch hat Joseph Stieglitz völlig Recht, dass es bei niedrigen Zinsen geboten ist, Schulden zu machen, wenn das Geld zu höheren Renditen wieder angelegt wird. Nur ist eine Regierung keine Bank. Sie gibt das Geld im Zweifel so aus, wie es den Wählern gefällt.

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