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WAZ: Große Vergeudung - Kommentar von Dirk Hautkapp

Essen (ots) - Es ist eine Vergeudung von Arbeitskraft sondergleichen. Und das Gegenteil einer durchdachten Integrationspolitik: Obwohl viele Unternehmen in Deutschland nach Fachkräften rufen, müssen sich Hunderttausende Hochqualifizierte hierzulande als Billiglöhner unter Wert und Niveau verkaufen, weil ihre im Ausland erworbenen Abschlüsse und Fähigkeiten nicht anerkannt werden. Sie gelten oft als ungelernt, weil ihr Werdegang nicht in das hiesige Ausbildungsprofil passt. Der Computertechnik-Professor aus Indien auf dem Taxifahrersitz ist das Sinnbild dieser zynischen Fehlentwicklung. Dass die Regierung hier endlich tätig wird, war überfällig. "Brain Waste", das Brachliegenlassen geistigen Potenzials, kann sich ein Land nicht länger leisten, dessen demografische Kurve beständig nach unten weist. Doch noch ist nicht ausgemacht, ob das Gesetz eine durchschaubare und benutzerfreundliche Regelung mit sich bringt. Genau die ist dringend notwendig: In Deutschland reden hier 400 Stellen mit; Ministerien, Kammern, Bezirksregierungen. Der föderale Behördendschungel ist ins Irrwitzige gewuchert. Selbst Experten können die Rechtslage nicht mehr überschauen.

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